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Wieviel ist die Arbeit eines Musikers wert?

non commercialEin sehr interessanter Artikel des TONKÜNSTLERVERBANDS BADEN-WÜRTTEMBERG E.V. belegt eindrucksvoll warum jede Form von Musik(-Unterricht) eine angemessene Wertschätzung (Entlohnung) erhalten sollte. Die Fakten sind hier in diesem Artikel nachzulesen und sehr empfehlenswert.

Vielen Menschen die mit der Materie "Musik" nichts oder nur wenig zu tun haben ist oft gar nicht bewusst was und wieviel ein Musiker (und damit auch alle Arten von Musikschaffenden wie Musiklehrer) für seinen Beruf alles tun muss, bevor er/sie dazu überhaupt befähigt ist ein Instrument zu spielen (oder dies gar zu unterrichten).

Ein Instrument spielen zu lernen dauert jahrelang, kostet oft immense Investitionen für Instrumente, Ausbildung und Fortbildung.
Es erfordert viele Stunden des permanenten Trainings und der Übung, viel Schweiss und Tränen sozusagen bis man eine gewisse Befähigung überhaupt erreicht hat. Zu lernen ein Instrument vernünftig zu unterrichten ist nochmals eine grosse Aufgabe.
Dieses alles sollte auch entsprechend honoriert und bezahlt werden um eine gerechte Balance auch zu "normalen" Alltagsberufen wie Handwerkern, Angestellten oder anderen Freiberuflern herzustellen.

Hier agieren Musiker oft immer mehr am Rande des Existenzminimums einfach weil sich leider(!) in den letzten Jahrzehnten immer mehr eine "Geiz ist geil"-Mentalität bei Kunst und Künstlerberufen eingestellt hat.
An Kunst wird zuerst gespart, obwohl diese ein wichtiger Beitrag zur Sozialisierung, musischer Bildung, Freude und Spass für sowohl Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters darstellt!

Der TONKÜNSTLERVERBANDS BADEN-WÜRTTEMBERG E.V. hat in vielen Gesprächen und Umfragen Richtlinien für die Bezahlung von Musikern und Musiklehrern zusammengestellt die ich hier einmal unkommentiert für jede/n Interessierte/n bereitstelle:

Eine (berechtigte) Kritik: Django - ein Leben für die Musik

film django2Der Film "Django - ein Leben für die Musik", vorgstellt als Opener auf der diesjährigen Berlinale 2017 läuft inzwischen in den den deutschen Programmkinos an.

Im Groben geht es dabei um die "Lebensgeschichte" von Django Reinhardt, sein Weg durch die dunklen Kriegsjahre im Paris der 1930er bis 40er Jahre. Auch gibt es natürlich etwas von seiner Musik zu hören und es sind hier und da Anleihen einzelner Episoden aus seinem echten Leben verarbeitet. Alles in allem bleibt der Film allerdings (leider) weit hinter seinen Erwartungen zurück, wie viele Kritiker dies auch vermerken.

Die folgende zitierte Kritik, geschrieben von Beatrice Behn für das Frankfurter Harmonie-Kino kann man uneingeschränkt mit ja unterschreiben, da sie alle wichtigen Aspekte und Kritikpunkte klar aufzeigt. Besser kann man es nicht beschreiben. Das ist der Grund warum wir sie hier in Auszügen veröffentlichen.

[…]Django - ein Leben für die Musik (Kritik von Beatrice Behn / Harmonie-Kino Frankfurt)

Zwischen historischer Authentizität und reiner Fiktion
Jean "Django" Reinhardt gilt als der Begründer des europäischen Jazz und lebte lange Zeit in Paris, unter anderem auch in der Zeit der deutschen Besatzung. Faschismus und Kunst sind in Étienne Comars Django - Ein Leben für die Musik also die Schlagworte schlechthin – und der Film über den Musiker lässt sich auch ganz gut an: In den 1940er Jahren ist Django (Reda Kateb) der Star der Pariser Nacht, er und seine Band füllen Konzertsäle und bringen selbst die steifsten unter den deutschen Besatzern zum Tanzen. Gegen seinen Willen wird er dann für eine Deutschlandtour zwangsverpflichtet, bei der – ob der politischen Lage – schnell klar wird, dass Django nie wieder heimkehren darf, da er aufgrund seiner Sinti-Wurzeln – er gehört den Manouches (französischsprachigen Sinti) an – als "Degenerierter" gilt. Die Gerüchte um Konzentrationslager haben auch Paris erreicht und zu denen, die eingesammelt werden, gehören auch die Sinti- und Romafamilien. film django
Djangos Frau ist schwanger, seine Mutter alt und er selbst kann sich auch nicht mehr allzu gut einreden, dass Musik machen unpolitisch ist und es ihm egal wäre, wer sein Publikum ist. Seine belgische Geliebte Louise (Cécile de France), die auch bei der Résistance arbeitet, beschafft ihm und seiner Familie Papiere für eine Flucht in die Schweiz. An der französisch-schweizerischen Grenze müssen sie aber ein paar Monate darauf warten, um herübergeschleust zu werden. Glücklicherweise kampiert dort jedoch auch eine weitere Sinti-Gruppe, sodass man sich gegenseitig helfen kann. Um Essen beschaffen zu können, muss Django allerdings wieder in Kneipen spielen. Und bei solch einem Ausnahme-Talent bleibt er natürlich nicht lange unentdeckt.

Leider bleibt es bei einer oberflächlichen Betrachtung der vielen Themen, die in dieser Lebensgeschichte stecken. Ein biographischer Film will Django keinesfalls sein, sagt Regisseur Comar, sondern eher ein Film, der die Zeit und die Musik porträtiert.
JM-NEWS

JM-Website-News - In eigener Sache

In den letzten Monaten war sehr viel zu erledigen und es hat sich sehr viel auf unserer Website www.jazzmanouche.de getan.

Es wurden neue Bereiche geschaffen und viele Details geändert, die Sichtkbarkeit der Website auf mobilen Endgeräten weiter verbessert und im wesentlichen einige technische Veränderungen "unter der Haube"  vorgenommen.

dl area Dazu zählt unter anderem der komplette Download-Bereich der mit anderen Tools komplett neu umstrukturiert und neu geschaffen wurde um unseren JM-Usern eine bessere und komfortablere Umgebung zu bieten.
Hier gibt es u.a. neue Bereich einmal für kostenlose Downloads für alle eingeloggten JM-User und neue Bereiche für kostenpflichtige Downloads, z.B. neue eBooks welche ab nächstem Jahr verstärkt angeboten in diesen Bereichen werden.



Aber es gibt noch mehr Neuigkeiten: unter anderem wird es wieder eine komplette Neuordnung der Finanzierung unserer Website geben.

Das bedeutet gleichzeitig dass die im Frühjahr 2014 eingeführten Bezahlbereiche für die User wieder abgeschafft werden und wir unsere Website nun doch, wie Jahrelang eigentlich von uns vermieden, komplett mit Werbung finanzieren werden.non commercial

Leider wird es sich dadurch nicht vermeiden lassen dass alle JM-User auch mit mehr Werbung in Form von Bannern und anderen Werbemassnahmen konfrontiert sehen werden. Der Vorteil für unsere registrierten JM-User: alle bisherigen Bezahl-Inhalte werden ab 01.01.2017
für alle eingeloggten JM-User kostenfrei zugänglich sein, ausser den o.g. kostenpflichtigen Download-Bereichen der eBooks und anderer Downloads..

Wir hoffen damit zum einen nun unsere Finanzierung dauerhaft finanzieren zu können und andererseits unseren Usern die umfangreichen Infos auf unserer Website verstärkt nutzbar machen zu können.Die oben angesprochenen neu strukturierten Download-Bereiche teilen sich nun in "Free User-Dwonloads", "Payed Downloads" und "Payed eBooks".



In diesen Bereichen bieten wir diverse Downloads zum kostenfreien Download in der ersten Kategorie "Free User-Dwonloads", im Bereich "Payed Downloads" finden sich kostenpflichtige Downloads wie Klingeltöne (in verschiedenen Ausführungen für Android (mp3) und iPhones (m4r), TABs, Notationen uvm., während im Bereich "Payed eBooks" kostenpflichtige Downloads unserer eBooks angeboten werden. Schaut mal dort vorbei und stöbert, es lohnt sich...


Weitere TOP-NEWS:

Selmer #607 - Anniversary songs - new Album out!

selmer607 3Das lang erwartete neue Album der französischen Ausnahme-Formation "Selmer #607" ist unter dem Titel "Selmer 607 Volume III - Anniversary Songs" erschienen.

Was für eingefleischte Gypsyjazz-Fans längst überfällig war entpuppt sich bei genauerem Hinhören als ebenso Qualitativ hochwertig wie die ersten beiden Alben "Selmer #607" und "Selmer #607 invites Stochelo".

Mit von der Partie sind diesmal aus der "Stammbesetzung" Adrien Moignard, Sebastien Giniaux und Noé Reinhardt. Neu dazu gekommen sind Rocky Gresset (unter Fans schon länger bekannt) und das junge Ausnahmetalent Antoine Boyer.
An der Rhythmus-Sektion finden sich ebenfalls alte Bekannte wieder: Jeremie Arranger (Bs), Ghali Hadefi und David Gastine (RytmGit) - alle drei spielen wie ein geölter Motor flüssig und swingend zusammen und bilden das Fundatment für die Soloeskapaden der anderen grossartigen Gitarristen.

Django Memorial Festival & HotClubNews e.V. beendet

django augsburg2010klDas seit 25 Jahren alljährlich stattfindende Django Memorial Festival des HotClubNews e.V. wird mit sofortiger Wirkung nicht mehr stattfinden!

Darüber hinaus wird auch der Hotclubnews-Verein mit sofortiger Wirkung aufgelöst und die website www.hotclubnews.de abgeschaltet. Über die genauen Gründe kann man leider nur spekulieren da vom Verin selbst kein weiteres offizielles Statement zu erfahren war. Spekulationen besagen dass es ggf. Streit im Vereinsvorstand gegeben hat oder finanzielle Gründe ausschlaggebend waren. Möglicherweise auch beides.

Bei aller Kritik die man den Veranstaltern und Verantwortlichen des Vereins in vielerlei Hinsicht hier und da durchaus öfter zurecht angetragen hat, ist dies dennoch ein herber Verlust für die Gypsy-Jazz-Szene in Deutschland.
Haben sich in den letzten Jahren zwar eine Reihe von neuen Festivals im Berich des Jazz-Manouche/Gypsyjazz in der BRD angesiedelt war das Django Memorial in Augsburg dennoch immer ein wichtiger Treffpunkt für viele Fans und Musiker dieser Musik, Schnittstelle zwischen Publikum und Machern.
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"Model Bertino"-serie von Polak-Guitars

Die aussergewöhnlichen Gypsyjazz-Archtop-Gitarren der "Model Bertino"-serie von Polak-Guitars sind allein schon optisch ein Leckerbissen. Aber was ist so besonderes daran?

Mod. Bertino - tobacco seriesIm Jahr 2013 traf Bertino zum ersten mal mit Alex Kashkin von Polak-Guitars (vorher ERG) in Augsburg zusammen. Durch einige Tipps von Bertino konnte ERG bereits in den folgenden Jahren seine damaligen anderen Gitarren-Modelle verbessern.

Dann in 2015 erhielt Bertino die Anfrage ob er für die Fa. Polak-Guitars als Endorser zur Verfügung stehen würde. Bertino sagte zu, unter der Voraussetzung dass Polak-Guitars ihm eine eigene Gitarren-Serie widmen würde welche exklusiv für ihn nach seinen genauen Vorstellungen gebaut würde.

Vorurteile über Sinti und Roma in Europa

Es bestehen viele Vorurteile über Sinti und Roma in Europa, und oft ist es nur ein kleiner Schritt von der Verachtung zur Verfolgung. Nach wie vor gelten sie als fahrendes Volk oder schlicht als "Zigeuner". Woher die Sinti und Roma aber stammen und wie sie leben, ist vielen unbekannt.
(Von Lena-Maria Reers für tagesschau.de)

Aus Frankreich abgeschobene Roma bei ihrer Ankunft in Bukarest Aus Frankreich abgeschobene Roma nach ihrer Ankunft in Bukarest

Zigeuner seien sie, ein fahrendes Volk, schmutzige Bettler, Betrüger und Diebe. Das sind die gängigen Vorurteile, die Roma europaweit entgegen gebracht werden. Rassistische Diskriminierungen sind eigentlich durch Artikel 21 der Europäischen Charta für Menschenrechte verboten. Zudem ist die Schutzformel auch Teil der nationalen Gesetzen derjenigen Länder, in denen größere Gruppen von Roma leben. Zum Beispiel in Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder auch in Deutschland. Nach Schätzungen der UNO gibt es in Europa insgesamt bis zu zwölf Millionen Roma.

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(Quelle: tagesschau.de)

Neues eBook: "JM-Scales-Book"

the jm scales book 400x283Das neue "JM-Scales-book" steht ab sofort für 19,90€ zum download bereit.

In dem 30 seitigen "JM-Scales-book" werden alle notwendigen Infos zu Skalen vorgestellt, insbesondere solche die für den Einsatz im "Jazz-Manouche" oder Gypsyjazz" auf der Gitarre geeignet sind.

Das neue eBook (nur zum download) enthält 20+ Skalen, beginnend mit den  Standards wie DUR- und Moll-Skalen sowie viele weitere altered-, (half-)disminished-, mixolydian-, super oder ultra-locrian Skalen.
Das Buch endet dann mit einigen mehr "exotischen"l-Skalen welche dennoch aber interessant und nützlich im (Gypsy-)Jazz einsetzbar sind, wie die Gypsy-minor- oder die spanische Gypsy-scale, die ungarische DUR und - Moll-Skala, die rumänische Moll-Scale sowie eine orientalische-Skala und die Ganzton-Skala.

Weitere Infos und download hier

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