Sinti

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  • A (qualified) critic: Django - a life for music

    film django2The movie "Django - a life for music", presented as Opener on this years Berlinale 2017 meanwhile is starting in german cinemas.

    Basically it´s about the lifestory of Django Reinhardt, his way thru the dark days of WW2 in Paris of 1930ies to 40ies. Of course some music is integrated in the film, as well as presenting some episodes of his real life here and there. All in all the movie regrettably stays way behind the true story, also critizised by many official critics.

    We release the following critiique, written by Beatrice Behn for the cinema "Harmonie" in Frankfurt/Germany as one could sign all statements with "yes", cause all the important aspects and points of critic about the movie are clearly namend in it. Can´t describe anything better, that why we issue this here on our page.
  • All about Django & Guitars

    django reinhardtJazz Manouche, Sintiswing, Gypsyjazz, "Zigeuner"-Jazz - die Musik der Sinti und Nachfahren der französichen "Manouche" oder "Bohemians" (wie die Sinti in Frankreich genannt werden) hat viele Namen.  Ihnen allen gemeinsam ist die starke Verbreitung der Gitarre in dieser Musik.

    Ausgelöst und stark beeinflusst durch die musikalische Genialität des in Belgien geborenen und um 1920 in Paris aufgewachsenen Sintos Jean-Baptiste "Django" Reinhardt , der die Jazz-Gitarre im europäischen Jazz zu dem gemacht hat was sie heute noch ist - einem wunderbaren Soloinstrument - ist die Geschichte des Gypsyjazz sehr eng mit seinem Namen verknüpft.

    Django Reinhardt gilt zurecht bis heute als einer der grössten und am meisten verehrten Gitarristen auf unserem Planeten. Seine musikalische Virtuosität hat den europäischen Jazz geprägt und erst möglich gemacht.

    Erfahren Sie hier mehr über seine Person, über sein Leben und seine Familie, über sein musikalisches Genie und sein künstlerisches Wirken. Ungeahnte und überraschende Hintergrundinfos über diesen ganz und gar ungewöhnlichen Musiker und Menschen.

    Wählen Sie nun Ihr gewünschtes Thema oben oder rechts aus der jeweiligen Navigation für weitere Infos zu Django Reinhardt und rund um die Geschichte des Gypsyjazz und seiner Instrumente.


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  • All about Django & Guitars

    django reinhardtJazzManouche, Sintiswing, Gypsyjazz, "Zigan"-Jazz - the music of Gypsies, the Sinti & Roma and their heritage of french "Manouche" or "Bohemians" (how the Gypsies are called in France) it has many names. Wether what it´s named - all togther it has the strong use of guitars in this music.

    Released and strongly influenced by the musical genius of the belgian Gypsy Jean-Baptiste "Django" Reinhardt who was raised in Paris/France around early 1920ies, the man who made the Jazz-guitar in european Jazz to what it is today - a wonderful Soloinstrument - the History of Gypsyjazz has become strongly bound to his name.

    Until today Django Reinhardt is truely one of the most worshipped guitarrists on our planet - for good reasons. His musical virtuosity has printed the deepest footsteps into european Jazz making it possible to develop in first place.

    Here on our Django-the GuitarMaestroseries you will find out more about the man and his life. Learn about his Family, about his musical genuis and his work as an outstanding artist. You will develop many unknown and astounding background-infos about this truely incredible musician and man.

    Please choose your desired issue from the dropdown-submenue in the navigation on the right for more infos on Django Reinhardt and the History of Gypsyjazz as of the special Instruments used in JazzManouche.





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  • Die Gitarre im Gypsy-Jazz


    665_8Um ein wenig mehr Klarheit in das manchmal etwas diffuse öffentliche Image des  Jazzmanouche, Gypsy-Jazz oder wie immer man die Jazz-Musik die von Sintis gespielt wird bezeichnen will zu bringen, veröffentlichen wir hier einige Auszüge aus einer interessanten Diplomarbeit von Ernst Wilhelm Holl aus dem Jahr 1999.

    Diese Diplomarbeit beleuchtet die Entwicklung des Jazzmanouche, die Rolle Django Reinhardt´s und der Gitarre sowie die damit zusammenhängenden geschichtlichen Entwicklungen in dieser Musik.

    Nicht alle Dinge die darin geschrieben stehen würde ich so unterschreiben wollen, aber in dieser doch recht umfangreichen und grösstenteils relativ gut recherchierten Diplomarbeit hat Ernst Wilhelm Holl einige wichtige und zutreffende Dinge zum Thema Jazzmanouche zusammen getragen die es wert sind einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.

    Insbesondere allerdings die permanente Verwendung der Worte "Zigeuner" und "Zigeuner-Jazz" stösst dabei auf meine Ablehnung. Das entspräche in etwa dem wenn man bei der Jazzmusik farbiger Saxophonisten von "Neger-Jazz" sprechen würde.
    Hier wurde meiner Meinung nach leider etwas zu unsensibel mit der Wortwahl umgegangen. Ansonsten sind jedoch wie gesagt einige interessante Aspekte dieser Musik hier heraus gearbeitet worden, weshalb wir diesen Text hier (mit Genehmigung des Autors) in Teilen veröffentlichen.
    Es sei darauf hingewiesen, daß alle im Text vorkommenden Zitate original samt orthographischer und grammatikalischer Fehler übernommen wurden.

    Doch nun zum eigentlichen Thema des Artikels, dem Gypsy-Jazz und den Auszügen der Diplomarbeit.

    Die Gitarre im Zigeuner-Jazz (von Ernst Wilhelm Holl)


    […]
    „Zigeuner-Jazz": der Begriff kam in den 1960er Jahren als Bezeichnung für eine Variante des Swing auf, die v.a. von deutschen Zigeunern gespielt wird. Der Zigeuner-Jazz lehnt sich eng an die Musik des großen französischen Zigeunergitarristen Django Reinhardt (*1910, +1953) an.“

    Dieses Zitat stellt eine der wenigen in der Literatur vertretenen Definitionen des Begriffes ‘Zigeuner-Jazz’ (oder ‘Gypsy Swing’, ‘Gypsy Jazz’, Sinti-Jazz’, ‘Sinti-Swing’, ‘Jazz Manouche’) dar. Diese kurze Text läßt jedoch viele Fragen offen. 10 Jordan Weiss jamming with Nello and Fapy LafertinIn wie weit kann man diese Stilistik hauptsächlich den deutschen Zigeunern zuordnen? Was ist mit ‘lehnt sich eng’ gemeint? Kann man Zigeuner-Jazz als eine Variante des Swing sehen?

    Dies ist nur eine kleine Auswahl von möglichen Fragen die der Text offenläßt. Es sind jedoch dadurch schon genug Gründe gegeben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

    Mit dieser Arbeit soll versucht werden eine komplexe Darstellung des Idioms ‘Zigeuner-Jazz’ zu geben. Anhand von der geschichtlichen Entwicklung seit Django Reinhardt bis heute und einer gitarrenorientierten stilistischen Analyse sollen bestimmte Merkmale angeführt werden, die den sogenannten Zigeuner-Jazz definieren.

    Ebenso soll auch die Stellung der Person Django Reinhardts in dieser Stilistik untersucht werden, sowie die Entwicklung innerhalb der Zigeuner-Musik-Szene, die von ihm ausging. Es wird versucht abschließend eine genauere Definition dieser Stilistik zu geben. Die Frage nach der Stellung Django Reinhardts in der Jazz-Geschichte soll hier nicht diskutiert werden, jedoch auf verschiedene Verdienste seiner Arbeit hingewiesen werden.

    Diese Arbeit soll sich hauptsächlich mit dem heute als Zigeuner-Jazz definierten Komplex auseinandersetzen, um einen genaueren Einblick in diesen musikwissenschaftlich wenig analysierten Musik-Bereich zu geben. Es sei darauf hingewiesen, daß alle im Text vorkommenden Zitate original samt orthographischer und grammatikalischer Fehler übernommen wurden.[…]

    Die Musik der Zigeuner


    […]
    „Die Musik der Sinti, Manouches, Gitans und Roma Mittel- und Westeuropas“ zu Beginn des 20.Jahrhunderts setzte sich „aus ihrer Zigeunerfolklore“, bestehend aus „Liedern in Romani bzw. Romanes ihrer eigenen Sprache und (vorwiegend) instrumentaler Tanzmusik osteuropäischer Herkunft“, zusammen.
    „Bei den Liedern der Sinti handelt es sich um Spott, Trink- und Liebeslieder, Kinderreime, vereinzelt auch Todesklagen. Die Zigeunermusik osteuropäischer Herkunft besteht aus Liedern und der instrumentalen Fest- und Tanzmusik der auf dem Balkan, der Ukraine und in Rußland lebenden Roma.“ Ihre Hauptform ist der Csárdás. Daneben ist das Repertoire aus verschiedenen Quellen entlehnt: aus der Romantik, erfolgreiche Schlager- und Operettenmelodien (z.B. Strauß oder Léhar) und aus volkstümlicher Tanzmusik des 19.Jahrhunderts (Walzer, Polkas).

    02 Bertino and Jordan Weiss„Neben dem Aspekt, daß diese adaptierten Kompositionen wegen ihrer melodisch-sentimentalen Qualitäten einem musikästhetischen Ideal“ der eigenen „Musiktradition entsprachen und damit auch die Zigeunermusiker eine besondere Anziehungskraft ausübten, trafen sie beim ‘Ständeln’, dem Spielen in den Gasthäusern für die dort verweilenden Gadsche (Romanes-Bezeichnung für Nichtzigeuner (Gadje) aufgrund ihrer Popularität und des Wiedererkennungseffektes besonders sicher den Nerv der Zuhörer und deren Zahlungsbereitschaft, denn das ‘Ständeln’, war die eigentliche Erwerbstätigkeit der Zigeunermusiker, ihre Haupteinnahmequelle.
    Die französischen Manouches taten dergleichen auch mit der Adaption erfolgreicher Musette- und Chansontitel,...“3

    Ähnliches gilt auch für die aus Spanien und Südfrankreich nach Paris kommenden Gitanos, die aber durch einen größeren Bezug zum Flamenco, als ihre musikalische Wurzel, bestimmt waren, aber auch die Einflüsse der Musik ihrer neuen Heimat aufnahmen. Der Vortrag der Stücke der Zigeunermusiker war stets charakterisiertdurch eine sehr gefühlsbetonte Interpretation mit einer Neigung zu virtuoser Verzierung oder dem Wechsel zwischen Rubato-Vortrag, sowie lang ausgehaltenen Tönen und schnellen schwungvollen Passagen. Zusätzlich waren die Zigeunermusiker wegen ihres exzellenten Plektrumgitarrenspieles  als Begleitgruppen, aber auch in solistischer Funktion, aufgrund der schon erwähnten Interpretationskunst (stark verzierte, sowie variierte, Themenvorträge können schon als Vorstufe improvisatorischer Strukturen gedeutet werden), in der Pariser Chanson- und Musetteszene gefragt.[…]

    Les Bals Musettes


    […]
    Die popularmusikalische Hauptströmung im Paris der 20er Jahre bildeten die Bals Musettes, die man als Musik der Straße und der Tanzsäle deuten kann. Die Basis dieser Musik bildeten die berühmten Valse-Musette (Musette-Walzer), die im Repertoire durch Tangos, Paso-Dobles, Polkas, Foxtrotts, Javas, Charlestons und später auch durch Swingadaptionen ergänzt wurden. Das Akkordeon gilt als das Hauptinstrument dieser Musik, das mit Begleitgruppen ergänzt wurde, in denen die Gitarre eine große Rolle spielte.
    bals_musettes
    Zu den berühmtesten Gitarristen dieser Zeit gehörten neben Auguste Malha, genannt Gousti, die Brüder Ferret: Étienne Ferret (1912-1970), genannt ‘Sarane’, Jean Ferret (1918-1989), genannt ‘Matelot’ und Pierre Ferret (1908-1976), genannt ‘Baro’. Zu Beginn der 30er Jahre erspielten sie sich, zunächst als virtuose Banjo- oder Bandurria-, später als Gitarren-Spieler, einen Namen in der Pariser Musikszene und wurden so bald als Begleitmusiker zu Schallplattenaufnahmen mit verschiedenen Akkordeonisten herangezogen.

    Die berühmtesten der Brüder waren Sarane Ferret, der sich später auf die Musik des QdHCDF spezialisierte, und Matelot Ferret, der hauptsächlich die Tradition der Bals musettes vertrat. Matelot Ferret tritt auf vielen Schallplattenaufnahmen namhafter Akkordeonisten wie Gus Viseur, Tony Mureno oder Jo Privat in Erscheinung.
    Zusätzlich arbeitete er als Begleiter renommierter Chanson- und Schlagerinterpreten wie Jean Tranchant, Charles Trenet und Edith Piaf.
    Auch Django Reinhardt begann seine Karriere in den Bals musette als Begleit-Banjoist des Akkordeonisten Guérino (damals unter dem Namen ‘Jungo Renard’). Später wechselte er in verschiedene Bals-Musette-Formationen und machte zwischen Juli und Oktober 1924 seine ersten Plattenaufnahmen mit dem Akkordeonisten Jean Vaissade.[…]

    Jazz als neuer musikalischer Einfluß


    […]
    Nachdem die amerikanische Schallplattenindustrie 1932 ihren ersten großen Tiefstand erreichte (bis 1933 mußten die meisten Firmen bis auf die Victor, die Decca und die Columbia schließen), wurde mit Europa ein neuer Markt entdeckt. dixieland_jazzband
    Wichtige Jazzplatten wurden alsbald direkt für den europäischen, insbesondere den englischen Plattenmarkt produziert.
    Auch aufgrund der Rassenprobleme zog es viele amerikanische Jazzmusiker in das nicht so rassenfeindlich eingestellte Europa, wo sie von einem beifallsfreudigen Publikum empfangen wurden. „Für die europäischen Intellektuellen hatte der Jazz den Zauber einer exotischen, primitiven und darum erfrischend ursprünglichen Kunst.“

    Auch Duke Ellington gastierte 1933 in Europa, wie auch im Jahr zuvor Louis Armstrong. Andere Künstler, wie Coleman Hawkins, folgten ebenso diesem Beispiel. „Das große europäische Publikum hatte die amerikanischen Jazzgruppen und allgemein die farbigen Orchester stets gefeiert, angefangen mit den Hell Fighters, der von Jim Europe dirigierten Militärkapelle, die 1918 in verschiedenen französischen Städten Konzerte gab und Begeisterung und Erregung hervorrief, bis zu den Orchestern von Will Marion Cook, Noble Sissle und Sam Wooding, abgesehen von gewissen weißen Gruppen wie der Original Dixieland Jazz Band und den Mound City Blue Blowers.

    Begeistert hatte das Puplikum dann den Revuen Farbiger aus Amerika Beifall gespendet, wie der ‘Revue Nègre’ mit Josephine Baker, dem Claude Hopkins-Orchester und Sidney Bechet, die im Jahre 1925 im Théâtre des Champs Élysée debütierte,...“

    Mit dem Jazz, der sich auch über Schallplatten und den Rundfunk in Europa verbreitete, erschien auch die Musik des Gitarristen Enter Salvatore Massaro, genannt Eddie Lang (1892-1933), der ab 1926 im Duo mit dem Violinisten und Schulfreund Joe Venuti viele Aufnahmen machte und als erster die Gitarre als solistisches Instrument im Jazz etablierte.
    In diesen Duetten spielten sie Anfangs Mazurkas (3/4-Takt) und Polkas (2/4-Takt), die sie dann aus Spaß als 4/4-Takt-Stücke vortrugen. Es zeigten sich dabei schon die ersten Improvisationen: Joe Venuti begann mit einer Improvisationslinie und Eddie Lang spielte Variationen darüber.
    In seiner Karriere spielte Lang mit unzähligen Orchestern wie z.B. dem von Bix Beiderbecke, Paul Whiteman mit Bing Crosby, sowie auch auf unzähligen Studiosessions für verschiedene Sänger (z.B. Al Jolson) und für Bluessänger (z.B. Bessie Smith). Interessant sind die Aufnahmen in verschiedenen Gitarren-Duo-Konstellationen, wie mit Carl Kress und Dick McDonough, der in der damaligen Zeit mehr als jeder andere für die Entwicklung von Gitarren-Duo-Formationen tat.[…]

    Django Reinhardt und das QdHCDF


    […]
    Der am 23. Januar 1910 in Liverchies geborene Zigeuner Jean-Baptiste ‘Django’ Reinhardt verbrachte seine früheste Kindheit auf Wanderschaft. Mit seiner Mutter Laurence, genannt ‘Négros’, und seinem Bruder Joseph, genannt ‘Nin-Nin’ zog er durch Frankreich, Italien und Algerien, bis sich seine Familie 1918 im Wohnwagen am Stadtrand von Paris niederließ. Mit zwölf Jahren bekam er ein django reinhardt 12yearsGitarren-Banjo von einem Nachbarn geschenkt und begann sehr schnell, seine Fähigkeiten auf dem Instrument zu entfalten. Er spielte nun oft mit dem buckligen Gitarrenspieler Lagadière bis in den frühen Morgen in den Cafés. Ein Jahr später trat er gemeinsam mit dem Akkordeonisten Guérino in den Tanzsälen von Paris auf. Zwischen Juli und Oktober 1924 kam es zu den ersten Plattenaufnahmen unter dem Namen ‘Jiango Renard’ zusammen mit Jean Vissade (Akkordeon) für das Ideal-Etikett.
    Neben seiner Tätigkeit als Musiker nahm Django Reinhardt regelmäßig an ‘after-hours-sessions’ teil und spielte mit Vorliebe amerikanische Titel.

    Mit der Zeit wechselt er zur Gitarre, bis es am 2. November 1928 zu einem folgenschweren Unfall kommt: Er überlebt einen Brand in seinem Wohnwagen, erleidet jedoch schwerste Verbrennungen am ganzen Körper und insbesondere an der linken Hand. Nach achtzehn Monaten Rekonvaleszenz ist er wieder hinreichend genesen, jedoch bleibt eine Behinderung seiner Hand zurück: Die Sehnen seines kleinen und seines Ringfingers bleiben verkürzt und fast völlig gelähmt (siehe auch Django - the Guitar-Maestro).

    Trotz dieser Behinderung entwickelte Django Reinhardt eine Gitarrentechnik, die es ihm ermöglichte, nahezu ohne die verletzten Finger auszukommen. Zu dieser Zeit, 1929, wurde sein erster Sohn Henri Baumgartner geboren. Zu Beginn der 30er Jahre lebt Django Reinhardt als Straßenmusiker, da er kein Interesse mehr an den bals musette hat, sondern sich eher am Jazz orientiert.
    Aus diesem Grund wird er auch von dem ebenso jazzbegeisterten Pianist Stephen Mougin engagiert. Viel auf Reisen durch Südfrankreich tritt 1931 in Toulon Émile Savitry in sein Leben, der ihn mit der Musik Duke Ellingtons, Louis Armstrongs und
    Eddie Langs/Joe Venutis bekannt macht und sein Förderer wird.
    Neben der Beeinflussung durch Savitry beginnt Django Reinhardt seine ersten Schritte als Jazzmusiker mit dem Kontrabassisten Louis Vola, der schon in Toulon und Cannes sein Orchesterchef war, und mit dessen Formation er im Dezember 1932 in Paris debütiert.
    In den folgenden Jahren spielt er viel mit Musikern der Pariser Musikszene (z.B. Jean Sablon, André Ekyan, oder Stéphane Grapelli) und findet viele Bewunderer. Savitry organisiert für seinen Schützling 1934 ein Konzert in dem Ende 1922 gegründeten Hot Club de France, das Django zu seinem Durchbruch verhilft:
    „Man kann sagen, daß er die große Entdeckung des Konzerts war. Er ist ein sehr merkwürdiger Musiker, dessen Stil dem keines anderen bekannten Musikers ähnelt... Wir haben jetzt in Paris einen großen Improvisator... Darüber hinaus ist Reinhardt
    ein faszinierender Junge, der die gleiche Phantasie in sein Leben zu legen scheint, die seine Soli belebt...“

    Bei einem Zusammentreffen mit Stéphane Grapelli entstand die Idee eines reinen Saitenquintetts, das alsbald im Dezember 1934 in der Besetzung Django Reinhardt (Solo-Gitarre), Stéphane Grapelli (Violine), Roger Chaput (Rhythmusgitarre), Joseph Reinhardt(Rhythmusgitarre) und zunächst Emmanuel Soudieux, später dann Louis Vola (Kontrabaß) als Quintett du Hot Club de France in der École Normale de Musique in Paris debütierte.
    HCDF 1938
    Die ersten Jahre des Quintetts verliefen sehr aufregend. Neben den ab 1935 beginnenden regelmäßigen Schallplatten-Aufnahmen wurde Django Reinhardt von einem immer größer werdenden begeisterten Publikum entdeckt. Zusätzlich bot sich ihm die Möglichkeit, viele amerikanische Jazzgrößen kennenzulernen.
    So spielte er in Jam-Sessions in Paris mit Louis Armstrong, Eddie South, sowie Coleman Hawkins und Benny Carter, mit denen er auch 1937 zu Plattenaufnahmen machte. 1939 kam es sogar zu einer kurzen Begegnung mit Duke Ellington. Ab 1936 begannen Auslandstourneen des QdHCDF, die sie nach Spanien, Holland, Belgien, Skandinavien und vor allem England führten. Aufgrund des Kriegsausbruches 1939 kam es zur Trennung, da Stéphane Grapelli in England bis 1947 zurückblieb, während die restlichen Musiker nach Paris zurück kehrten.

    In den Kriegsjahren fand Django Reinhardt in dem Klarinettisten Hubert Roasting einen neuen musikalischen Weggefährten und feierte mit dem neuen QdHCDF auf Tourneen durch die französische Provinz große Erfolge. Zusätzlich war er unter den in Paris zur Verfügung stehenden Musikern die Nummer Eins. Andere wichtige Ereignisse dieser Jahre waren „die Komposition einer anspruchsvollen Sinfonie mit dem Titel ‘Manoir de mes Rêves’, zu der Jean Cocteau, ein glühender Bewunderer Djangos, einen poetischen Text geschrieben hatte. Doch wurde dieses Werk, das Django und seine Mitarbeiter einige schlaflose Nächte gekostet hatte, nie aufgeführt, weil es als schwer zu spielen und harmonisch zu kühn angesehen wurde, und ging schließlich verloren.“
    Daneben stand auch die Hochzeit mit seiner Gefährtin Naguine und wenig später folgte 1944 die Geburt seines zweiten Sohnes Babik. (siehe Django - private Life).

    Ein weiteres Ereignis bildete die Eröffnung des Nachtlokals ‘La Roulotte’ auf der Rue Pigalle, das später in ‘Chez Django Reinhardt’ umgetauft wurde und dessen Besitzer er war. Nach der Befreiung von Paris am 24./25. August 1944 tritt Django mit Fred Astaire auf und spielt mit verschiedenen Solisten des Glenn Miller Orchesters (Glenn Miller war zu dieser Zeit schon verstorben). „In diese Monate fiel auch die Aufführung einer Messe von Django in der Kapelle der Institution des Jeunes Aveugles. Er hatte begonnen, sie für seine Zigeuner zu komponieren, damit sie damit ihre traditionellen Wallfahrten nach Les Saintes-Mairies-de-la-Mer feiern konnten, doch wurde diese Messe nie zu Ende komponiert.“

    Im November 1946 bekam Django Reinhardt ein Engagement bei dem Duke Ellington Orchester für eine USA-Tournee, die zu einer herben Enttäuschung für den Gitarristen wurde, da er zum ersten Mal eine elektrische Gitarre benutzen mußte und nicht auf dem Instrument zurecht kam. Das Ergebnis war, daß er bei den Kritikern durchfiel.
    Doch in Amerika hörte er auch die neue Strömung des ‘BeBop’. Trotz der negativen Erlebnisse in den USA spielt Reinhardt, zurückgekehrt nach Frankreich, seine Maccaferri-Gitarre nunmehr elektrisch verstärkt. In den folgenden Jahren zieht er sich immer mehr von der Musik zurück und verlegt sich auf die Malerei (siehe auch Django - the Painter).

    Trotzdem finden immer wieder Tourneen durch Europa statt, und es folgen auch verschiedene Aufnahmen mit dem Quintett und auch mit Stéphane Grapelli. Django Reinhardt versucht sich nunmehr, nachdem er sich seit 1947-49 mehr und mehr aus der Jazz-Szene zurückgezogen hatte, mit der neuen Stilistik des Bebop zu beschäftigen. So kommt es im Februar 1951 zu einem Auftritt im Pariser Club Saint-Germain mit der neuen Generation französischer bebopinspirierter Musiker wie den Brüdern Hubert und Raymond Fol, Maurice Vander, Pierre Michelot, Bernard Hulin und Roger Guérin.
    Fünf Monate blieb Django Reinhardt in diesem Club und nahm auch verschiedene Titel auf. Durch die Gebrüder Fol lernte er auch die Musik Charlie Parkers und Dizzy Gillespies kennen. Über die letzten Aufnahmen Django Reinhardts im März 1953 für Blue Star führt Pierre Michelot aus: „Ich war total überrascht, daß er seine alten Themen spielte, wie zum Beispiel ‘Nuages’. Sicherlich hatten ihn die Produzenten dazu gebracht. Jedoch spielte er diese Themen völlig anders als in den früheren Versionen. Für mich war das die beste Version von ‘Nuages’ die er jemals aufgenommen hat. Er zitierte fortwährend Parker und Dizzy. Und in bestimmten schnellen Tempi spielte er mit ‘abgerissenen’ Phrasen in einer Art und Weise, wie es
    genau der Bebop-Praxis entsprach. Übrigens gibt es das auch schon in seinen Einspielungen von 1951. Aber diese Platte für Blue Star... Wäre er nicht kurze Zeit später gestorben, diese Platte hätte den Wendepunkt seines Lebens markiert.“

    Wieder daheim, in Samois, am 15.Mai 1953, angelt Django erst, sitzt dann mit Freunden in einem Café und unterhält sich angeregt, als ihn eine Gehirnblutung niederstreckt. Alle Hilfe im Krankenhaus kommt zu spät. Er stirbt tags darauf, am 16. Mai, im Alter von nur 43 Jahren (siehe auch Django - private Life).
    Er hinterläßt eine fast unüberschaubare Menge von Einspielungen (ca. 600) und eine unglaubliche Anzahl an Eigenkompositionen. Hier sollen nun auch seine Verdienste um die Entwicklung des Jazz-Gitarrenspiels angeführt werden, die von Jürgen Schwab in seinem Aufsatz ‘Die Jazzgitarre und ihre spezifischen Ausdrucksmittel bei Django Reinhardt’ zusammenfassend dargestellt wurden:
    „Er leitet das erste Jazzensemble, in dem die Gitarre als durchgehend gleichberechtigtes und meist sogar dominierendes Melodieinstrument eingesetzt wird. Durch weitausgreifende Dynamik und lebendige Artikulation erreicht er eine Differenziertheit des Ausdrucks auf der akustischen Gitarre, die sich mit Bläsern messen kann.

    Sein Improvisationsvermögen und seine Virtuosität stellen alles in den Schatten, was man Jazzgitarristen bis dahin zutrauen konnte, und werden bis heute nur von wenigen erreicht.
    Harmonisch ist er nicht nur auf der Höhe seiner Zeit, sondern ihr in Teilen sogar voraus. Gewisse Arpeggien und chromatische Durchgänge spielen später bei Charlie Christian eine große Rolle, und die von ihm häufig verwendeten ‘approach-note’ Figuren tauchen im Bebop wieder auf. django4 Die Bildung langer Phrasen, vorzugsweise aus Achtelketten, ist ein weiteres zukunftsweisendes Merkmal von Django Reinhardts Stil und findet sich ebenso bei Charly Christian und im Bebop wieder.
    Zahlreiche spieltechnische Neuerungen gehen durch ihn in das Vokabular der Jazzgitarre ein: Oktavdoppelgriffe, ‘false-fingering’-Effekt mit Unisono auf benachbarten Saiten, Akkord- und Einzeltremoli, ‘sweep-picking’ für schnellste Arpeggien, künstliche Flageoletts, Nutzen der Leersaite als Pedal abwechselnd mit gegriffenen Tönen.
    Mit Vorliebe kombiniert er ‘off-beat’-Akzente und komplexe Akzentüberlagerungen mit Oktav- oder Sextdoppelgriffen oder dem Spiel auf einer Saite. Diese Elemente finden sich später u.a. bei Country- und Rockgitarristen.“

    Die weitere Entwicklung dieser Musik nach dem Tod Django Reinhardts ist interessanterweise vornehmlich unter den Zigeunern Westeuropas zu finden. Bis auf einige Ausnahmen, wie z.B. in England Ivor Mairants, Diz Disley und Ike Isaacs, ist die Musik zu einer zigeunereigenen ‘Folklore’ (gemeint ist eine neue traditionelle Zigeunermusik) geworden. Michel-Claude Jalard schreibt darüber in seinem Aufsatz ‘Django et l’école tsigane du Jazz’: „L’univers musical de Django est pour eux“ (gemeint sind die Zigeuner) „un langage commun parce qu’en plus de son art, et à travers lui, ils retrouvent tout un lyrisme instrumental qui renvoie à leur sensibilité
    propre. Ce ‘supplément ethnique’, si l’on peut dire, fait que Django est non seulement le maître d’une conception de la guitare - au même titre que Charlie Christian en somme - mais vraiment le chef d’une école tsigane de jazz.“
    Django Reinhardt gilt aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit für die Zigeuner den Begründer einer neuen Schule, nämlich der des Zigeuner-Jazz. So ist es auch nicht verwunderlich, daß die weitere Entwicklung, bzw. auch die traditionelle Bewahrung seines Personal-
    Stils hauptsächlich von Zigeunermusikern betrieben wird. […]

    Frankreich / JazzManouche


    […]
    08 Dorado Schmitt and Angelo DeBarreIm Gegensatz Deutschland, wo die Geige im Zigeuner-Jazz eine große Tradition aufweist, gibt es in Frankreich keine einzige Formation mit einem namhaften Geigensolisten. Die Zigeunermusiker Frankreichs sind dagegen eher gitarrenfixiert und somit der Tradition Django Reinhardts, sowie modernerer Jazzstilistiken verbunden.
    Typische Merkmale des Repertoires deutscher Zigeuner, insbesondere die osteoropäische Folklore, sind in Frankreich nicht zu entdecken.[…]

    […]
    Im Gegensatz zu Deutschland kann man bei den französischen Zigeuner-Musikern eher von einem Bewußtsein ihrer Kultur reden. Auch wenn Aufnahmen belegen, daß auch heute noch in der Django-Reinhardt-Tradition gespielt wird, so ist jedoch insgesamt eine Weiterentwicklung parallel zum Jazz erkennbar.
    Der Umgang mit den Traditionen ist durch eine Verarbeitung von zeitgenössischen Jazz-Strömungen gekennzeichnet.

    Man spielt das Django-Reinhardt-Repertoire und seine Kompositionen in einem modernen Kontext, was man z.B. bei den Aufnahmen Christiam Escoudés (‘Gipsy Walz’, ‘Christian Escoudé With Strings Plays Django Reinhardt’) oder Bireli Lagrenes (‘My Favorite Django’) hören kann. Somit kann hier nicht mehr von einem Zigeuner-Jazz in der traditionellen Stilistik gesprochen werden, sondern von Jazz der von Zigeunermusikern gespielt wird und sich aus den Strukturen des QdHCDF in Verbindung mit der Jazz-Entwicklung herausgebildet hat. […]

    Österreich/Niederlande/Belgien Zusammenfassung


    […]zigeuner
    Anhand der eher wenigen wichtigen Zigeunermusiker aus diesen Ländern ist es nur schwer möglich, eine zusammenfassende Aussage über die dortigen Entwicklungen zu treffen.

    Es sei nur darauf hingewiesen, daß sich in Belgien und den Niederlanden eine große Gruppe von Manouche/Sinti niedergelassen hat, die sich sehr traditionell an dem Stil Django Reinhardts orientiert.

    Stochelo Rosenberg, sowie auch Fapy Lafertin stammen aus Familien mit einer langen musikalischen Tradition, die über die Generationen weitergegeben und bewahrt wurde.

    So könnte man daraus schließen, daß auch hier eher die traditionellen Strömungen vorherrschen und am Erbe Django Reinhardts festgehalten wird.[…]



    Musikgeschichtlicher Überblick Zusammenfassung


    […]
    Es ist durch die bisherigen Betrachtungen zu erkennen, daß sich der Begriff des Zigeunerjazz geschichtlich an eine Person binden läßt. Als Django Reinhardt 1934 das QdHCDF gründete, begann eine musikalische Entwicklung, die bis heute anhält.

    Django Reinhardt entwickelte im Lauf Jahre, auf der Basis seiner Erfahrungen in der Zigeunerfolklore und der Bals Musette, in Verbindung mit dem Jazz der 30er und 40er Jahre, eine eigene Stilistik, bzw. einen Personalstil, der vor allem aus ethnischen Gründen in den weiteren Generationen hauptsächlich von Zigeunermusikern übernommen wurde. Damit wurde eine neue musikalische Tradition in der Zigeuner-Musik geschaffen. Auch bedingt durch den zweiten Weltkrieg lassen sich mehrere Strömungen dieser neuen Stilistik erkennen.

    In Frankreich, einem Land, in dem nach Kriegsende die Aktivitäten der Zigeunermusiker weiter uneingeschränkt möglich waren, läßt sich eine Entwicklung parallel der, des zeitgenössischen Jazz, erkennen.

    Trotz des Aufwachsens in der Django-Reinhardt-Tradition findet sich deren Pflege hauptsächlich nur noch im Repertoire wieder, das jedoch interpretatorisch der heutigen Zeit angepaßt wird (z.B. Bireli Lagrene oder Christian Escoudé). Eine andere Entwicklung dieser Art ist sowohl in Frankreich, als auch in allen anderen Ländern erkennbar. HCDF_1940Es wird versucht, innerhalb der durch das QdHCDF vorgegebenen Strukturen, eine Neuerung zu erzielen.

    Man nähert sich einerseits mit den Improvisations-Strukturen dem modernen Jazz an und hält andererseits an den traditionellen Strukturen der Rhythmusgruppe und der Instrumentierung fest (z.B. Martin Weiss). Die dritte Strömung bildet die, die eigentlich das Idiom Zigeuner-Jazz repräsentiert.

    Vor allem in Deutschland, aber auch in den Niederlanden und Belgien, halten die Zigeunermusiker an dem musikalischem Erbe Django Reinhardts fest. Dies zeigt sich zum einen an dem Beharren auf Instrumentations-Strukturen des QdHCDF, sowie auf dem Repertoire (auch neue Repertoire-Erweiterungen werden dem Swing-Idiom angepaßt) und auf der Interpretationweise und zum anderen an der Pflege und Beibehaltung des Personalstils Django Reinhardts.

    Die wichtigsten Repräsentanten dieser Strömung sind z.B. Schnuckenack Reinhardt, The Rosenberg Trio, Titi Winterstein. Man kann bei den Musikern dieser Richtung von einer neuen Schule sprechen, nämlich der von Michel-Claude Jalard bezeichneten ‘l’école tsigane du Jazz’ oder auch der "Schule des Zigeuner-Jazz".

    Das heißt: Zigeuner-Jazz ist das traditionelle Bewahren des Erbes von Django Reinhardts und des QdHCDF. Die von ihnen vorgegebenen Strukturen, vornehmlich die Personal-Stilistik Django Reinhardts, bilden die Dogmen, bzw. Basis, für eine neue musikalische Stilistik, die man der allgemeinen Zigeuner-Musik zuordnen kann, und die, unabhängig von den weltweiten musikalischen Entwicklungen, hauptsächlich durch die ethnische Gruppe der Zigeuner, insbesondere in Deutschland, den Niederlanden und Belgien, traditionsbewußt weitergeführt und bewahrt wird.[…]

    Die Improvisations-Stilistik des Zigeunerjazz


    […]
    Nach der stilistischen Analyse Django Reinhardts muß nun erarbeitet werden, in wie weit man die stilistischen Elemente in seinem Spiel allgemein übertragen kann. Sein Einfluß auf die heutigen Zigeuner-Jazz-Gitarristen (vornehmlich Zigeuner-Musiker) läßt sich nicht von der Hand weisen und ergibt sich schon allein aus den soziologischen Zusammenhängen der Zigeuner: "Traditionspflege wird bei den Rom großgeschrieben. am_arpeggio
    Die hohe Musikalität unter ihnen erklärt sich nicht zuletzt auch durch die jahrhundertalte Tradition des Musikerberufes, der oft über Generationen hinweg weiter vermittelt wird.

    Die Lebendigkeit der musikalischen Tradition im alltäglichen Leben der Rom, die schon im frühen Kindesalter erfolgende Begegnungen mit Instrument und Musik durch den selbst musizierenden Vater, ist regelmäßig der Grundstein, mit dem brilliante technische Fertigkeit und nicht selten auch musikkreatives Potential fortgesetzt wird."

    Es wird somit das musikalische Erbe an die nächsten Generationen weitergegeben (siehe auch Buch "Gypsyjazz Guitar"). Für den Zigeunerjazz bedeutet dies, daß die jungen Gitarristen von der Familie lernen und somit in die Stilistik hinein wachsen. Der Personalstil Django Reinhardts stellt für sie eine musikalische Wurzel dar und wird traditionell weitergegeben. Man kann dies sehr gut am Beispiel von Stochelo Rosenberg (The Rosenberg Trio) erkennen, der auf seinen frühen Aufnahmen neben eigenen Chorussen Django Reinhardt Chorusse Note für Note übernimmt.[…]

    Zusammenfassung


    […]
    Nachdem nun viele analytische Aspekte aufgezeigt wurden, soll nun eine zusammenfassende Darstellung der Improvisationsstilistik der heutigen Zigeuner-Jazz-Gitarristen angeführt werden. Aus den Chorus-Analysen ergibt sich eine große Menge stilprägender Elemente:

    • Rhythmische Aspekte: Ein durch lange Achtel-, sowie Achtel-Triolen-Ketten erzeugtes sehr lineares Spiel.
    Die Verwendung von polyrhythmischen, sowie synkopierten Figuren.
    • Melodiebildung: Vornehmlich aus Arpeggien, aber auch aus harmonisch-Moll-, und Dur-Tonleitern, sowie die Verwendung der chromatischen Tonleiter oder von ‘chromatic-approach’-Figuren.
    • Harmonische Strukturen: sehr akkordbezogenes Spiel. Die Harmonien werden durch zieltöniges Anspielen der Akkordtöne bestätigt. Trotzdem aber auch Akkordantizipationen, Sequenzen mit verminderten Akkorden, sowie das Umdeuten der Dominante zu einem unvollständigen Dominant-Sept-Nonen-Akkord. Die Verwendung von ‘approach’-Figuren in allen Varianten, und die daraus resultierenden chromatischen Durchgänge zwischen Grundton und der b7, sowie 6, aufwärts als auch abwärts. Akkordeinwürfe, sowie ‘Chord-Melodie’, die streng an der Grundharmonie orientiert sind.
    • Techniken und Effekte: Einsatz von Oktaven als Effekt und als melodisches Element; Tremoli in Verbindung mit Akkord-Einwürfen; ‘Sweep picking’, das sich aus der Bevorzugung von Abschlägen ergibt; Ein diagonal angelegtes Spiel. Ein insgesamt sehr virtuos angelegtes Spiel.
    • Artikulation: harte Abschläge, Stakkato, Vibrato, Halbton-bendings, Sechzehntel-Vorhalte, Verzierung durch Triller, entweder als Achteltriole ausgeführt, oder als schneller Triller innerhalb von Achtelketten. […]

    […]
    Anhand der stilistischen Analysen von Django Reinhardt und den heutigen Zigeuner-Jazz-Gitarristen kann man unschwer erkennen, daß es sich bei den Improvisations-Strukturen um eine Art ‘Schule’ basierend auf Django Reinhardt handelt, die auch in verschiedenen Aufsätzen als solche bezeichnet wird.
    • Der charakteristische Gebrauch von Vibrato, Tremolo und Verzierungen (z.B. Vielzahl von Trillern)
    • Der harte, durch den hauptsächlichen Gebrauch von Abschlägen erzeugte, Anschlag (starkes attack), in Verbindung mit schnellen, kaum endenden, langen Läufen.
    • Sequenzen, sowie polyrhythmische und synkopierte Figuren, die auch harmonisch zu abrupten Tonartwechsel, bzw. zu Akkord-Antizipationen, führen können.
    • Ein starker Gebrauch von verminderten Arpeggien, unter anderen als Umdeutung von unvollständigen Dominantseptnonen-Akkorden.
    • Hauptsächlich aus Arpeggien gebildete Melodien, welche sehr akkordgebunden fungieren und somit wenig Tonleiter orientiert sind. Ansonsten auch die Verwendung von hauptsächlich harmonisch-Moll-, sowie chromatischer Tonleitern.
    • Ein merklich undurchbrochenes, sehr virtuos angelegtes Spiel, das meist durch Achtelketten mit Achteltriolen-Einwürfen bestimmt ist, die jedoch den formalen Verlauf des Chorus einhalten, d.h. Formgrenzen werden eingehalten und die Läufe werden logisch zu Ende geführt (2-, 4-, 8-, 12-, etc. taktige Phrasen).
    Diese Merkmale zeigen nun die im Endeffekt stilbestimmenden Elemente des Zigeuner-Jazz. Es sind die, welche vornehmlich in der Django-Rheinhardt-Schule verblieben und diese somit definieren. Die restlichen in den Analysen vorgetragenen Punkte sind Genre übergreifend, jedoch ebenso für die Stilistik bindend (siehe auch Buch "Gypsyjazz Guitar").

    Es zeigt sich also eine Trennung zwischen dem, was in der weiteren Musikentwicklung Verwendung fand und dem, was ausschließlich in der Stilistik verblieb und somit eine Definition erlaubt. Es ist auf jeden Fall ersichtlich, daß es sich bei Zigeuner-Jazz um eine Stilistik in der Tradition Django Reinhardts handelt, die als musikalisch abgeschlossener Komplex behandelt werden kann, da sie allein durch die Person Django Reinhardts definiert ist.[…]

    (Quelle: Diplomarbeit - "Die Gitarre im Zigeuner-Jazz" von Ernst Wilhelm Holl)

    Nachwort


    So viel zu den Auszügen aus dem Text der Diplomarbeit von Ernst Wilhelm Holl.

    Es bleibt festzuhalten, dass viele der hier gemachten Aussagen geschichtlich fundiert recherchiert wurden. Aufgrund der Komplexität des Themas allerdings sind sicherlich formal hier und da kleinere Schwächen in der Arbeit zu entdecken, insbesondere im Hinblick auf die Rolle und den Einfluss Django Reinhardts auf die Jazz-Musik und die Rolle des Gitarrespiels insgesamt. Dieses ist leider an einigen Stellen in der Darstellung etwas zu kurz gekommen, wie ich finde.

    Auch kritisch angemerkt werden muss die häufige Verwendung der Worte "Neger" und/oder "Zigeuner" - dies muss doch kritisch hinterfragt werden, denn es gilt (zumindest heutzutage) "politisch korrekt" formuliert, als eher unpassend.
    Das Einfügen der Worte Sinti-Jazz, Jazz-Manouche und / oder Sinti generell hätte hier zu mehr Distanzierung zu dem leider in der Wahrnehmung vieler oft etwas verzerrten Bild der Sinti-Musiker geführt.

    Dennoch kann, mit entsprechendem Feingefühl gelesen, doch einiges Interessantes aus dem Text gelernt werden. Und vielleicht hilft dies ja auch dem einen oder anderen wiederum zu einem besseren Verständnis dieser wunderbaren Musik und ihrer Musiker.
    Dies zumindest wäre unser Wunsch, weshalb wir hier diesen Text trotzdem auch unverändert in Original-Form in Auszügen  veröffentlichen.

    Nachwort: Bertino Rodmann

     



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  • Django Reinhardt - Guitar-Maestro (1/4)


    Django 1932 with Selmer/Maccaferri-GuitarGeboren als Jean-Baptiste "Django" Reinhardt im belgischen Liberchies in der Nähe von Charleroi am 23. Januar 1910, wird Django Reinhardt Zeit seines Lebens und darüber hinaus zu einem der berühmtesten Gitarristen weltweit.

    Durch und durch in einer Musikerfamilie aufwachsend (schon sein Vater war unter den Sinti ein berühmter Musiker), lernte der junge Django mit ca. 10 Jahren Musik zunächst auf dem Banjo zu spielen. Gänzlich ohne Noten und als reiner Autodidakt spielend, war sein junges musikalisches Genie schnell zu hören.django reinhardt 12years

    Django Reinhardt wächst in den frühen 1920er Jahren zusammen mit seiner Mutter Negros und seinem jüngeren Bruder Joseph "Nin-Nin" hauptsächlich im Raum Paris auf (siehe auch Django Reinhardt - Private Life).

    Django spielt schon sehr früh so gut dass er, bereits im Alter von 12 Jahren (siehe Foto ganz rechts), zunächst von seinem Onkel zu ersten Auftritten mitgenommen wird. Kaum ein paar Jahre später hat er sich bereits einen Namen in Musikerkreisen erspielt.

    Erstmals wird er um 1926 herum kaum 16 Jahre alt, von dem damals in Paris sehr bekannten Akkordeonisten namens Guerino (Foto links unten, Django 2. v.r.) und danach auch sehr bald von weiteren anderen bekannten Musikern der französischen Metropole Paris zunächst erst als Begleitmusiker engagiert. Guerino

    Seine Mutter Negros schenkt ihm im Alter von 16 Jahren seine erste eigene Gitarre und er beginnt fleissig zu üben.
    Relativ schnell wechselt er dann dauerhaft auf die Gitarre, immer interessiert an neuen musikalischen Herausforderungen und ganz besonders fasziniert durch den aus Amerika nach Frankreich gekommenen Jazz der frühen 20er Jahre.
    Doch er lernt sehr schnell alles was er hören und irgendwie nachspielen konnte mit einem nahezu fotografischen, musikalischen Gedächtnis.

    Ein schwerwiegendes Ereignis unterbricht 1928 im Alter von ca. 18 Jahren jäh seine junge Karriere als Musiker als er beim Brand seines Wohnwagens so schwere Verbrennungen erleidet dass er für 1 1/2 Jahre keine Musik mehr spielen kann.

    Weiter zu Django Reinhardt - Guitar Maestro (2/4)

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  • Django Reinhardt - Guitar-Maestro (1/4)


    Django 1932 with Selmer/Maccaferri-GuitarBorn as Jean-Baptiste "Django" Reinhardt in the belgian village Liberchies in the near of Charleroi on January 23rd 1910, Django Reinhardt was to become one of the most famous guitarrists worldwide and from all times.

    Growning up in an absolutely musical family (his father already has been a very famous musician in french/belgian Gypsy-circles), the young Django learns to play music at first on a Banjo at the age of 10. Completely without reading or playing any sheetmusic and learning all things completely autodidactical, his musical genius was to develop very fast in his young years.django reinhardt 12years
    Together with his mother Negros and his younger brother Joseph "Nin-Nin", young Django grew up mainly in the subburbs of Paris in the early years of 1920 (see also Django Reinhardt - Private Life).

    Soon Django played really good just after a couple of years of practise, but in these few years he was using every free minute that he had for that purpose. He played so well that he received his first invitations around the age of about 12 years (image right) to play concerts in the band of his uncle. Very soon he had made his name in the circles of musicians, so well that Django who is not even 16 years old, around 1926 he was hired from Vetese Guérino to play for his orchestra. Guérino was a very famous accordeonist in Paris at that time (image left below, Guerino middle, Django 2. f.r.) who played at the "Bals musettes" (so called "dancefloor parties" that were really hip that time all over France). Very soon followed other musicians of the french metropol Paris that hired Django for accompaning them in the following years.

    His mother Guerino Negros buys him his first guitar at the age of 16 years and young Django starts to work real hard and practise playing music even more.

    Pretty fast Django changes over to play the guitar permanently, always interested in new musical challenges. Especially he is interested in the "new sound" of JAZZ of the early and roaring 1920ies that swapped over from America to France and was beeing played in the parisian nightclubs by many american musicians that had stayed over there in the old world after the 1. worldwar.

    Django learned everything that he could hear and copied it somehow so very fast, soaking up sound and music like a sponge, like with an almost "photographic musical memory". His genius in playing grows incredibly fast and soon he becomes the "inside tip" under the parisian musicians of that time.

    In 1928 at the age of around 18 years a serious event abruptly interrupts his young growing career as a musician. A fire in his caravan injured him so heavily that he suffered from heavy combustions of 2nd degree on his whole left side of the body including his leg, arm and hand and he had to stop playing music for almost more than one year completely staying in a hospital.

    Read more -> Django Reinhardt - Guitar Maestro (2/4)

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  • Django Reinhardt - Guitar-Maestro (3/4)

    jazzhotmagNachdem er einigermaßen wieder hergestellt das Krankenhaus verlassen hat beginnt er langsam wieder regelmäßig zu spielen und arbeitet 1930/31 als Begleitgitarrist in einigen Formationen die in Hotels, Bars und Restaurants und auf Bals Musettes spielen. delaunay

    In den folgenden Monaten lernt er Charles Delauney (Bild rechts) kennen, ein französischer Jazz-Fan und Förderer und dieser wird ab da zu seinem persönlichen Mentor, der ihn anschliessend viele Jahre begleitet.
    Charles Delauney verlegte mit seinem Verein u.a. auch das kleine Mitglieder-Magazin "Jazz Hot" (Bild links oben) in welchem immer aktuelle  Künstler vorgestellt wurden.

    Durch Betreiben des "Hot Club de France", einer Art Verein zur Förderung des französischen Jazz, brachte Delauney mit seinen Mitstreitern in den Jahren 1933 bis 1950 viele später weltberühmte Jazz-Musiker wie z.B. Dizzie Gillespie, Charly Parker oder Duke Ellington für Konzerte und Jam-Sessions u.a. nach Paris und auch mit Django Reinhardt zusammen.

    Im Jahre 1934 erfolgt dann auf Anregung von Charles Delauney die Gründung der ersten Besetzung des JM Greats LouisVola"Quintette du Hot Club de France" als offizielle Band, nachdem Django Reinhardt und Stephane Grappelli - HCDF_1938beide Mitglieder der damaligen Band von Louis Vola, sich 1933 bei Auftritten persönlich kennen gelernt hatten.

    Der Bassist Louis Vola leitete damals eine Tanzkapelle welche ein festes, regelmässiges Engagement im Hotel Claridge im Pariser Arrondisment St. Germain hatte.

    Alle Musiker spielten die damals angesagten französischen Lieder und Chansons zum Tanz auf, doch alle waren an stark der "neuen Musik", dem Swing-Jazz der um 1920 aus den USA nach Paris herüber schwappte, interessiert.
    Auch in den Bars und Nachtclubs von Paris war diese Musik inzwischen angekommen, da nach dem 1. Weltkrieg viele US-Soldaten in Europa und auch in Paris blieben und dort in den Clubs und Restaurants meist Jazz spielten. Da sie diesen Jazz in der Tanzkapelle von Louis Vola aber nicht bei ihren Auftritten spielen durften spielten sie immer in den Pausen ihrer Auftritte in den Garderoben oder Hinterzimmern des Hotels alle diese neuen Songs die sie so sehr faszinierten. 

    Als Besetzung der ausschliesslich aus Saiteninstrumenten bestehenden Band kristallisierte sich durch diese Sessions später die folgende Besetzung heraus: Django Reinhardt (Sologit.), Stéphane Grappelli (Viol. Piano), Joseph Reinhardt (Rhythmgit), Roger Chaput (Rhythmgit.), der später durch Pierre "Baro" Ferret abgelöst wurde und am Bass Louis Vola später dann auch Francis Luca (siehe Foto links oben). Das berühmte "Quintette du Hot Club de France" war geboren!

    qhcfprogAus dieser Besetzung entstand auch der spätere Begriff des "String-Jazz" (also Saiten-Jazz), da normal Jazz damals nur mit Blasinstrumenten (Saxophon, Klarinette, Trompete) gespielt wurde. Aus Ermangelung solcher Instrumente spielten die MuHCDF_1940siker des "Quintette du Hot Club de France" den Jazz eben mit ihren eigenen, also Saiteninstrumenten wie Geige, Gitarre und Kontrabass.

    Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 ist Django Reinhardt mit Stephane Grapelli grade in London für einige Konzerte mit dem Quintett. Doch Django will nicht in London bleiben und fährt ungeduldig zurück nach Paris zu seiner Familie.

    So blieb Stephane Grapelli zunächst während des Krieges allein in London und Django reist mit anderen Musikern des Quintetts zurück nach Frankreich.

    In den späteren Jahren zwischen 1939 und 1950 spielte Django in wechselnden "Quintette du Hot Club de France"-Besetzungen, auch u.a. mit dem Klarinettisten Hubert Rostaing und Alix Combelle am Saxophon (siehe Foto rechts).


    Weiter lesen Django Reinhardt - Guitar-Maestro (4/4)

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  • Django Reinhardt - Guitar-Maestro (3/4)

    jazzhotmagAfter Django left hospital again in 1930/31, almost recovered from his injuries, he starts to play regularely again, working as accompanying guitarist in some formations that worked at theHotels, Bars and Restaurants as of the famous "Bals Musettes". delaunay

    In the following months he meets Charles Delauney (photo right), a great french Jazz-Fan. Charles will become his personal mentor who will be at his side for many years after.

    Initiated by Charles Delauney from 1933 to 1950 the "Hot Club de France", a kind of association for promoting the french Jazz, brought together many famous jazz-musicians such as Dizzie Gillespie, Charly Parker or Duke Ellington for concerts or Jam-sessions in Paris, also with Django Reinhardt. Charles Delauney also released a little Member-Magazine named "Jazz Hot" (image left) with the association, in which actual artists of the Jazz-scene were presented.

    In the year 1934 as well on initiative of Charles Delauney the founding of the first setup of the  JM Greats LouisVola"Quintette du Hot Club de France" as an offial Band was done, after Django Reinhardt and Stephane Grappelli - HCDF_1938both members of the Band of Louis Vola, personly met in 1933 for the first time at their gigs with him.

    The bassplayer Louis Vola at that time was the bandleader of a danceband which had a regular booking at the Hotel Claridge in the Parisian Arrondisment St. Germain.

    All musicians in this band used to play french songs and chansons that were "hip" for dancing in this time. But nevertheless all musicians were absolutely excited by and interested in the "new sound" of Swing-Jazz that had swapped over to Paris from the USA around 1920.
    This music-style had been established in the bars and nightclubs of Paris, mostly played by US-soldiers that had come to Europe within the 1st worldwar and that had stayed over there in the old world after. These musicians always used to play Jazz in Clubs and Restaurants.

    But Django Reinhardt, Stephane Grappelli and Louis Vola weren´t allowed to play Jazz in the hotels for dancing. So they just used to jam on their favoured tunes in the backrooms of the hotel during their breaks between the gigs, faszinated by the new music.

    The setup of the first Quintette du Hot Club de France, which was only made up from stringed instruments was formed by these jam-sessions, resulting in the following musicians-setup: Django Reinhardt (Sologit.), Stéphane Grappelli (Viol. Piano), Joseph Reinhardt (Rhythmgit), Roger Chaput (Rhythmgit.), later on exchanged by Pierre "Baro" Ferret, and Louis Vola on Bass. Later on it was also Francis Luca (see photo top left) and Emmanual Soudieux on bass. The famous "Quintette du Hot Club de France," was born!

    qhcfprogFrom this setup the term "Stringed-Jazz" (Jazz played with stringed instruments) was invented, as normally Jazz would have solely been played with wind-instruments (Saxophone Clarinette, Trumpet) in this time. HCDF_1940But due to the lack of any wind-instruments in their setup the musicians of the "Quintette du Hot Club de France," used to play Jazz just with their string-instruments like  violin, guitars and bass.

    In 1939 when the 2nd worldwar was due to begin
    Django Reinhardt and Stephane Grapelli stay in London for some concerts with the Quintette. But Django doesnt want to stay there and eagerly returns to Paris to his family.

    So Stephane Grapelli remains alone in London during the war-time and Django returns back to France with the rest of the musicians of the Quintette.

    In the later years between 1939 and 1950 Django starts to work in different setups of the "Quintette du Hot Club de France," together with clarinette-player Hubert Rostaing or Alix Combelle at the saxophone (see photo right).


    Read more -> Django Reinhardt - Guitar-Maestro (4/4)

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  • Django Reinhardt - Guitar-Maestro (4/4)


    ststNach seiner Rückkehr aus England nach Kriegsende 1946 trifft Stephane Grapelli wieder mit Django Reinhardt zusammen. Zwar gab es danach zwischen 1946 bis 1949 auch noch einmal eine "Reunion" der ursprünglichen Besetzung des Quintetts mit Stephane Grapelli, diese war allerdings nicht von sehr langer Dauer und mündete nur in einigen wenigen Schallplattenaufnahmen (u.a. dem Album "From Swing to Bop").

    Schon in den Kriegsjahren ab 1941 bis 1947, war Django Reinhardt sehr stark  interessiert am populären Swing-Jazz und Bigbandsound der damaligen Zeit. Django Satchmo Duke MixAuch hatte der anfängliche riesige Erfolg des Quintettes der ersten Jahre in Europa und speziell Frankreich nachgelassen, der Musikgeschmack hatte sich mittlerweile wieder gewandelt.

    Im Jahr 1949 wird Django Reinhardt (initiert durch Charles Delauney seinen Freund und Manager) für einige Konzerte auf eine grosse USA-Tournee mit Duke Ellington eingeladen und lernt dabei während seines Aufenthaltes in den USA fast alle damaligen Grössen des Jazz kennen.  Schon ab 1941 und wieder nach seiner Rückkehr nach Frankreich experimentiert er selbst mit diesem neuen Sound und spielt mit einigen neuen Besetzungen des "Quintette du Hotclub de France" u.a. mit Musikern wie Alix Combelle und Hubert Rostaing (an Klarinette und Saxophon).

    Die jüngeren Aufnahmen des Quintetts schon ab 1946 bis Ende 1950 zeigen eine deutliche Wandlung seines Spiels hin zum eher elektrischen, Bebop-beeinflussten Spiel eines Charly Christian oder Charly Parker. Django Reinhardt war Zeit seines Lebens immer interessiert an neuen Sounds und Einflüssen aber verehrte vor allem die "klassischen" Komponisten wie Bach, Beethoven und Grieg.

    django3a Die in den späten 20er und bis in die frühen 1950er Jahre durch das "Quintette du Hotclub de France" gemachten Tonaufnahmen sind bis heute legendär und nach wie vor Zeitzeugen aller dieser aussergewöhnlichen Swing-Musiker.

    Django Reinhardt verstirbt sehr früh, am 16. Mai 1953, im Alter von grade einmal 43 Jahren, im Krankenhaus von Fontainebleau an den Folgen eines Gehirnschlags (siehe auch Django Reinhardt - private Life).Djangos Beerdigung

    Bei seiner Beerdigung waren ausser seiner Familie auch viele seiner engsten Freunde und sehr viele seiner Fans zugegen um ihm, dem grossen Idol und Vorbild, die letzte Ehre zu erweisen (Bild rechts).

    Sein unnachahmliches Spiel, seine Kreativität und Spielfreude und die Fähigkeit Melodien zu erschaffen die in Ihrer Schönheit und Präzision kaum zu überbieten sind begeistern bis heute Heerscharen von Gitarristen und Musikfans in aller Welt.

    Django Reinhardt war auf seine Art ein musikalische Genie welches immer unerreicht bleiben wird. Sein Einfluss auf das Spiel der Gitarristen (nicht nur im Jazz) sind bis heute ungebrochen.

    Wer weitergehend an Djangos Lebensgeschichte interessiert ist kann bei uns auf JazzManouche.de hier mehr über sein Privatleben erfahren. Doch auch im Internet findet sich hier eine recht detaillierte und gut gemachte Biografie über Django Reinhardt  (in englisch) zum nachlesen.

    Weiter zu Django - Private Life (1/6)

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  • Django Reinhardt - Guitar-Maestro (4/4)


    ststAfter his return from London to France in 1946 Stephane Grapelli again meets with Django Reinhardt.
     
    But although there are some tries for "reunions" of the original setup of the Quintette with Stephane Grapelli between 1946 and 1949, these were not for good and long lasting, thus resulting just in a few recordings (for example the Album "From Swing to Bop").

    Already beginning with the first years of war around 1941 until 1946/47, Django Reinhardt was very much interested in the more popular sound of Swing-Jazz and the new Bigbandsound of that time. As well the first great success of the Django Satchmo Duke Mix Quintette in the 20ies and 30ies all over Europe and especially in France had vanished a bit and the musical taste of the public had changed, so Django was looking for new frontiers.

    In 1949, again initiated by his friend and Manager Charles Delauney, Django Reinhardt gets invited for a big USA-tour with the Duke Ellington Orchestra. During this tour he is to meet all american famous Jazz-players of that time like Satchmo, Benny Goodman, Harry Volpe and many others.
    As already since 1941 and the more after his return to France from this Tour in 1949, Django himself more starts to experiment with this new sound of "Bebop"-jazz that he adapted in America. He forms another setup of the "Quintette du Hotclub de France" together with musicians like Alix Combelle or Hubert Rostaing (on clarinette and saxophone).

    The later recordings of the Quintette since 1946 until theend of 1950 clearly show a strong change in his own playing, strongly influenced by the bebop-sound of the electrical guitarstyle of a Charly Christian or saxophonist Charly Parker.
    For all his life Django Reinhardt was always interested in new sounds, in extending frontiers and taking up challenges, but especially adoring the "classical" writers like Bach, Beethoven and Grieg.

    django3a The recordings made from the 1930ies until the late 1950ies by the Quintette du Hotclub de Francetoday are legendary and the best whitnesses of these great Swing-musicians.

    Django Reinhardt dies, still very young, on May 16th 1953, just at the age of 43 years, by a brainstroke in the hospital of Fontainebleau (see also Django Reinhardt - private Life (1/6).Djangos Beerdigung

    Apart from his family many friends, admirers and fans were coming to his burrial to give a last honour to their great idol and model. (image right).

    His unique and inimitable playing, his creativity and playing joy as the ability to create melodies in pure beauty and precision still excite thousands of guitarists and music fans with enthusiasm till this day all over the world.

    Django Reinhardt was a musical genius who will remain untouched. His influence on the playingof guitarrists of all kinds (not only in Jazz) as well remain until this day.

    If you want to read more about Djangos Lifestory be sure to read the article-series about Django Reinhardt - private Life (1/6). On the net there are as well more infos, here a well made and detailed biography on Django Reinhardt.

    Read more - Django Reinhardt - private Life (1/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (1/6)

    Django_Privat_01Auch wenn Django Reinhardt als Gitarren-Idol und musikalischer Innovator der (Gypsyjazz-)Jazzgitarre weltberühmt wurde und seine Fussabdrücke und DjangoBirthCert 1910Innovationen speziell im Gitarrespiel des Jazz und Jazzmanouche hinterlassen hat, so wissen die meisten recht wenig über ihn als Mensch, als Person und über sein Privatleben.

    Django Reinhardt, geboren am 23. Januar 1910 als Jean-Baptiste "Django" Reinhardt im belgischen Liberchies in der Nähe von Charleroi, wächst in den frühen 1920er Jahren zusammen mit seiner Mutter Negros und seinem jüngeren Bruder Joseph "Nin-Nin" Reinhardt hauptsächlich im Raum Paris auf, in einem "La Zone" genannten Viertel, nachdem sein Vater Jean-Eugéne Weiss relativ früh seine Familie verlassen hatte.


    Sein Vater Jean-Eugéne Weiss (Bild rechts Mitte), geboren 1882, war ebenfalls ein bekannter Sinti-Musiker, zum Lebensunterhalt arbeitete er aber auch oft als Korbflechter. Djangos Family copyEr spielte mehrere Instrumente, darunter Violine, Cymbale, Piano und Gitarre. Auch stimmte er Klaviere und reparierte Instrumente um etwas Geld dazu zu verdienen.



    Djangos Mutter, Laurence Reinhardt (links unten, Mitte), wurde von den Manouche wegen ihrer dunkelhaarigen Erscheinung nur "Negros" (span. f. schwarz) genannt.

    Djangos Mother Negros001Sie macht zum Geldverdienen Schmuck, geht Stoffe verkaufen oder "trödelt" auf den Flohmärkten rund um den Port de Clignancourt in Paris, ihre grosse Leidenschaft aber war das Tanzen. Wann immer irgendwo Musik spielte begann sie auch sofort zu tanzen.
    django with negros family
    Laurence "Negros" Reinhardt war eine äusserst starke, imposante Frau, die obschon von ihrem Mann verlassen, ihre beiden Söhne allein durchbrachte, als alleinerziehende Mutter sozusagen.

    Negros kämpft dabei sehr hart und arbeitet viel um ihre beiden Söhne "Django" und "Nin-Nin" durchzubringen und zu ernähren.



    Weiter zu Django Reinhardt - private Life (2/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (1/6)

    Django_Privat_01Although Django Reinhardt became a worldwide known Guitar-Idol and of course is the musical inventor of the (Gypsyjazz-)Jazzguitar who left his footprints and  DjangoBirthCert 1910Innovations especially in the style of playing Jazz and JazzManouche-guitar, but still many people know almost nothing about himself as a human beeing or his personality and his private life.

    Django Reinhardt, was born Januar 23rd 1910 in the belgian village of Liberchies in the near of Charleroi, named Jean-Baptiste "Django" Reinhardt.
    He raised in the early 1920ies together with his mother called "Negros" and his younger brother Joseph "Nin-Nin" Reinhardt mainly in the subburbs of Paris, an area that was called "La Zone", after his father Jean-Eugéne Weiss left the family relatively early in his life.

    His father Jean-Eugéne Weiss (image below, right middle) was born 1882 and he was a famous musician amongst Gypsies already, who also worked as a basket-weaver sometimes to earn money for his family. He played serveral instrumentsDjangos Family copy like Violin, Cymbale, Piano and Guitar. And he tuned pianos to earn a little more money when there was no engagement around to play music.

    Djangos mother, Laurence Reinhardt (image below left middle), was called "Negros" (span. f. black) by the french Manouches, cause of her long black hair.

    Djangos Mother Negros001To earn money she made Jewelry, sells cloths and other goods on the fleamarkets around the Port de Clignancourt in Paris, but her big fun was to dance. Whenever there was music around she used to dance emediately.
    django with negros family
    Laurence "Negros" Reinhardt was an impressive and strong woman, even left by her husband, made her life and raised her two chlidren just by her own - a single with a strong character.

    Negros fighted very hard to feed and raise her two sons "Django" and "Nin-Nin" leading them to the right track.


    More Django Reinhardt - private Life (2/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (2/6)

    Roulottes TziganesNachdem sie von ihrem Mann Jean-Eugéne verlassen wird, verlässt auch "Negros" Liberchies in Belgien und zieht mit ihren beiden Söhnen "Django" und "Nin-Nin" zunächst mit ihrem Wohnwagen ca. 1912 weiter bis nach Paris, wo sie in einem der damaligen Vororte der sog. "La Zone" Halt machen (Bild unten rechts, "La Zone, ca. 1922"). Campsite LaZone

    Seine ersten Jahre als Jugendlicher lebt Django Reinhardt in dieser von sehr vielen französischen Manouches und allen möglichen aus ganz Europa und anderen Ländern zugereisten oder immigrierten Menschen bewohnten Stätte.

    Hier verbringt er seine Jugendzeit, zieht meist mit anderen Manouche-Kindern durch die Gegend und lernt grade django reinhardt 12yearsmal 10 Jahre alt, zunächst das Banjo-Spielen (siehe Bild links).

    Aber schon da interessiert er sich bereits sehr für die Gitarre. Django lernt zunächst heimlich von seinen Freunden und Cousins das Instrument spielen, bis er eines Tages von einem seiner Onkel dabei beobachtet wird. Sein Onkel ist so sehr begeistert von Django´s damals schon sehr kreativen Spiel, sodass der junge Django ihn mit seiner Band fortan zu Auftritten begleiten darf. Seine Mutter Negros kauft ihm daraufhin um 1924 seine erste eigene Gitarre.
    Guerino
    Schnell schon wird er durch seine ersten Auftritte unter den Pariser Musikern bekannt, bis er gegen ca. Ende 1925 den Akkordeonisten Guerino kennen lernt, negros naguineeinen damals in Paris sehr berühmten Akkordeonisten. Django wird Guerino ab dann bei dessen Auftritten auf den "Bal des Musettes" begleiten (siehe auch Django - the Guitar-Maestro).

    Im Jahr 1926, Django ist kaum 15-16 Jahre alt, trifft Django ein wunderschönes Manouche-Mädchen namens Sophie Irma Ziegler, auch "Naguine" genannt (Bild links). Beide treffen sich wie "Liebe auf den ersten Blick" und verbringen ihre Tage miteinander.

    Aber Naguine wird erst viele Jahre später Django Reinhardts´s zweite Frau. Denn um 1927 zerplatzt der Traum der frühen Liebe zunächst sehr schnell wieder.

    Schon damals ist Django auch ein recht unsteter Charakter der gern Billiard und Karten spielt, raucht und trinkt. Er bleibt auch in den Jahren später oft lieber in einem Bistro, einem Nachtclub bei einem spannenden Billiard-Match oder fährt zum Angeln als z.B. zu seinen Auftritten zu fahren.

    Weiter lesen Django Reinhardt - Private Life (3/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (2/6)

    Roulottes TziganesAfter "Negros" (Django´s mother) has been left alone around 1912 by her husband Jean-Eugéne, she decides to leave Liberchies in Belgium with her sons "Django" and "Nin-Nin" to make her way to Paris with their caravan. Finally they stop in an area of parisian subburbs called "La Zone" (image bottom right, "La Zone", around 1922"). Campsite LaZone

    Django lifes his first young years in that area, filled up with french Manouches (Gypsies) and many more immigrated nationalities of all european countries that lived there.
    He grows up there, wondering around with other gypsy-kids and soon he starts to play Banjo (see image left below).


    django reinhardt 12yearsDjango is already interested in the guitar at that time. But at first he learns to play the Banjo secretly, copying music from his cousins or friends, until one day he gets recognized by one of his uncles.
    This uncle is excited to hear young Django´s already very creative play, so much that Django is allowed to accompanying him with his band for the first gigs. In 1924 at the age of 14, his mother Negros buys Django his first guitar as a present.
    Guerino
    Very soon Django gets recognized amongst the parisian musicians, until in the end of 1925 Django is introduced to the famous accordeonist Guerino, beeing asked by him to play for his own orchestra at the negros naguine "Bal des Musettes" in Paris (see also Django - the Guitar-Maestro).

    In 1926, about 15-16 years old, Django meets a beautiful black-haired Manouche-girl namend Sophie Irma Ziegler, also called "Naguine" (image left).
    Both meet like "love at first sight" and spent their days and nights together from that day on. Although Naguine will have to wait for some time on her chance, as she will become Django Reinhardts´s second wife just later on. But first in 1927 the dream of the young love vanishes quickliy again.

    Already then Django is a kind of fickle charakter who loves to play Billiard and Cards, smokes and drinks. Also during the later years he often rather remains staying in a bistro, at a night club playing an exciting Billiard match or going fishing, as instead to be at his appointments or gigs in time or even showing up at all...

    Read more -> Django Reinhardt - Private Life (3/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (4/6)

    1943 wird Naguine schwanger und gebärt am 8. Juni 1944 in Paris Django´s 2. Sohn Babik Reinhardt (Bild links unten).

    Django Babik Naguine 1944
    Django Babik Naguine 1949
    1949-Le-Bourget


    Django liebt seinen 2. Sohn Babik sehr, doch hat Django eben auch einen recht unsteten Charakter - einerseits ist er der liebende Vater dem sein Sohn und seine Familie alles bedeutet, wie generell bei den Sinti üblich. Andererseits ist er der weltmännische Gentleman dem die Frauen zu Füssen liegen und der auch sicher nie ein Kind von Traurigkeit war (Bild rechts unten, Django mit 2 unbekannten Verehrerinnen).django verehrerinnen

    In diesem Umfeld wächst Babik im Wohnwagen seiner Eltern auf und sein Vater zeigt ihm die ersten Schritte auf der Gitarre (siehe Bilder unten: Django und Babik 1949 in Le Bourget).

    Doch auch in den späteren Jahren ist Django immer für seinen Sohn da, auch als dieser seine eigene Karriere als Musiker startet.

    Wie sein Vater ist Babik immer interessiert neues auszuprobieren und macht in späteren Jahren viele musikalische Experimente, auch in andere Musikstile, bevor er dann in den späten 90er Jahren zu seinem Wurzeln zurückkehrt und zusammen mit Romane und Florin Niculescu das "New Quintette du Hot Club de France" mitbergündet.

    Django liebt das Leben, Frauen und seine Musik. Aber eben auch den Müssiggang, feiern mit Freunden und das Zusammensein mit seinesgleichen. Für die, die mit ihm zusammen arbeiten wie Stephane Grapelli, der schon früh die musikalische "Leitung" des "Quintetts du Hotclub de France" übernimmt oder seinen Freund und Mentor Charles Delauney der meist die Auftritte für das Quintett organisiert wie auch die anderen Musiker des Quintetts, ist das nicht immer einfach.

    Django Babik 02
    Django Babik 03
    Django Babik 1949
     

    Oft ist Django zum vereinbarten Zeitpunkt einfach nicht da, steht bei vereinbarten Auftritten manchmal lieber am Fluss und angelt oder spielt mit anderen eine Partie Billiard gegen Geld (siehe Bild rechts unten, 1937) oder ist mit seinem Wohnwagen verreist um sich mit anderen Manouche in Südfrankreich zu treffen, obwohl sein Auftritt gerade in Paris anberaumt ist.

    Die Legende sagt Django sei ein brillianter Billard-Spieler gewesen. So holen ihn Stephane Grapelli und die anderen Mitmusiker des Quintetts mehr als einmal aus irgend einer Bar oder einem Billiardclub, um ihn dann im Auto doch noch schnell zum vereinbarten Auftrittsort zu fahren.
    Django Flipper 1950Django Billiard 1937Oder sein jüngerer Bruder Joseph der zeitlebens in seinem Schatten steht. Der muss meist seine Gitarre tragen und an die Ersatzsaiten denken - Django aber lebt lieber das Leben... und vergisst solche Dinge gern oder überlässt sie lieber anderen.

    Auch Geld bedeutet ihm wenig. Wenn er es hat gibt er es mit vollen Händen aus, trinkt Champagner und Wein, lädt alle seine Freunde und Familie ein und logiert in den besten Hotels und Restaurants am Platze.

    Wenn er es nicht hat interessiert es ihn auch nicht weiter weil "...er es ja wieder verdient, beim nächsten Mal...".  Nicht selten verlangt er schon damals immense Gagen, manchmal bis zu 10.000.- U$ an einem Abend.
    Aber das Geld ist genauso schenll wieder weg. Er lebt das Leben eines typischen "Bohemians".

    Weiter lesen Django Reinhardt - Private Life (5/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (4/6)

    In end of 1943 Naguine gets pregnant and gives birth to Django´s 2nd Son Babik Reinhardt at 8th of June 1944 in Paris (image left below).

    Django Babik Naguine 1944
    Django Babik Naguine 1949
    1949-Le-Bourget

    Django loves his 2nd son Babik very much. However, Django is just also a rather fickle character from the very beginning - on the one hand he is meant to be the loving father to which his son and his family is everything, like commonly with the Manouches.
    On the other hand, he is the urban gentleman, women at his feet and also certainly never ever has been a child of sadness (image right, Django with 2 unknown admirers).django verehrerinnen

    Babik grows up in this enviroment, at first in the caravan of his parents. His father shows him the first steps on the guitar (see images below: Django and Babik 1949 in Le Bourget).

    But also, in contrast to Lousson, also in the later years Django is always there for him, even when Babik was starting his own carreer as musician. Lousson instead is only "passing by" every once in a while not getting the same great attention than his younger brother.

    As his famous father, Babik was always interested in trying new things even making lots of musical experiments later on also trying different music-styles, until he´s coming back to his roots in the late 90ies when together with Romane and Florin Niculescu he becomes the co-founder of the "New Quintette du Hot Club de France".


    Nevertheless Django loves the life and his music, but also the idleness, celebrating with friends and being together with his equals. For all that worked with him, like Stephane Grapelli, who pretty early took over the musical organisation of the "Quintetts du Hotclub de France" as also for his friend and Mentor Charles Delauney who foremost organised the concerts for the Quintette, or as for the musicians of the Quintette - not also ways too easy to handle.

    Django Babik 02
    Django Babik 03
    Django Babik 1949
     
    Very often Django simply is just not there at any agreed appointment, instead part of a game of "Billiards for money" (see picture below on the right, in 1937) or he simply has gone away with his caravan to meet other Manouches in the South of France, or rather sometimes camps by the river and fishes or plays with others, although his agreed appearances were fixed in Paris.

    The legend says Django was supposed to be a very brilliant player of Billards. So very often, more than once, Stephane Grapelli and the rest of the Quintette were rushing around Paris to get him out of a Bar or a club of Billiards, to throw him in the car and get him to a gig-location just in time...
    Django Flipper 1950Django Billiard 1937
    Pitiful also his younger brother Joseph who resides in his shadow for all his life behind his famous brother. He is the one to think of spare strings or to carry Django´s guitar - but Django loves the life instead... not spending one thought on profane things like that, leaving them on others.

    Money didn´t meant anything to Django as well. If he´s got it, he spends it with full hands drinking champagne and wine, inviting all his friends, family and collegues, always lodging at the finest hotels and restaurants available at the place...
    If he doesn´t have it he don´t care at all the same, well as he "... is going to earn it again at any time... next time...".
    Not seldomly he´s asking immense fees, sometimes up to 10,000. - U$ for one concert-night, even then in the early days. But the money is gone away again very fast. He lives the life of a typical "Bohemian".

    Read more -> Django Reinhardt - Private Life (5/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (5/6)

    djangos club beouf sur le toit 01Ein weiteres wichtiges Ereignis in seinem Privatleben bildet 1944 die Eröffnung des Nachtlokals ‘Le bouef sur le toit’ in der Rue Pigalle, was später in ‘Chez Django Reinhardt’ umgetauft wird und dessen Besitzer und Betreiber er zu dieser Zeit war.

    Nach der Befreiung von Paris am 24./25. August 1944 tritt Django dort u.a. mit Fred Astaire auf und spielt mit verschiedenen Solisten des Glenn Miller Orchesters. Dieses Nachtlokal gibt er relativ bald, nach ca. 2 Jahren wieder auf, da ihm der Betrieb des Lokals zu zeitintensiv ist.

    In die letzten Monate des Jahres 1944 fällt auch die Aufführung einer Messe von Django Reinhardt in der Kapelle der "Institution des Jeunes Aveugles". django 1944 listening to his messEr hatte begonnen, diese von klassischer Musik inspirierte Messe für "seine Manouches" zu komponieren, damit sie mit seiner Musik ihre traditionellen Wallfahrten nach Les Saintes-Mairies-de-la-Mer feiern konnten.

    Doch wurde diese Messe nie zu Ende komponiert und auch nie weiter öffentlich aufgeführt (Bild rechts: Django bei der Aufführung seiner Musik).

    django 1944 transcribing
    1949 kehrt Django von seiner USA-Tournee zurück nach Frankreich. Er hatte eine Einladung des Duke Ellington Orchestras zu dieser Tournee bekommen. Diese  Tournee ist aber in seinen Augen fehlgeschlagen, der von ihm erhoffte grosse Durchbruch in Amerika ausblieb.

    Zwar hatte er dort alle wichtigen Jazz-Musiker seiner Zeit getroffen und mit diesen musiziert, Musiker wie z.B. Duke Ellington, Satchmo, Benny Goodman, Harry Volpe, Dizzy Gillespie u.v.m. 
    Aber die Tournee sieht er trotzdem als gescheitert an, er ist enttäuscht da er nicht so wie in seiner Vorstellung als "Django Reinhardt, the greatest Guitarplayer of the world" in den USA gefeiert wurde. Die Kritiken waren eher ernüchternd gewesen.

    DukeEllignton django satchmo Django with Gillepie 1949


    Er hatte zwar Konzerte in den grössten Hallen der USA gespielt, war in der Carnegie Hall und am Broadway aufgetreten, spielte mit den berühmtesten Leuten der Jazz-Szene. Django hatte Tausende von Zuhörern mit seinem Spiel begeistert und sein Name wurde zwar auch lobend von allen Kritikern erwähnt - aber der "grosse Wurf" bliebt in seinen Augen aus. Er ist desillusioniert und zieht sich, zurück in Frankreich Ende 1949 von der Musik zurück.

    So kauft er 1950 ein Haus in Samois-sur Seine (Bild links), ca. 70km südlich von Paris und zieht sich dorthin zurück.

    Django´s House in Samois sur Seine, France django lazy DSCN5256


    Dort beginnt er auch wieder intensiv zu malen (siehe auch Django - the Painter) und geht Angeln (Bild rechts unten, 1952 in Samois). Er will als Maler heraus kommen und spricht mit seinem Freund Charles Delauney über eine Karriere als Maler. Er "werde fortan nur noch malen", sagt er ihm. Mit der Musik so scheint es hat er für sich zunächst komplett abgeschlossen. Aber es wird doch anders kommen. Django Fishing 1952

    Charles Delauney hat nämlich nach wie vor dennoch grosse Pläne und möchte Django wieder für weitere Konzerte mit anderen, grossen Musikern begeistern. Er möchte Benny Goodman und Satchmo für eine Tournee nach Europa holen. Aber mit der Musik will es nicht mehr so einfach klappen wie einst. django guitars unlimited

    Die Szene hat sich verändert und modernisiert. Und die Musik die Django mit dem Quintette du Hotclub de France in den früheren 20er, 30er-Jahren gespielt hatte, ist nicht mehr so gefragt wie einst. Es ist neue Musik angesagt, BeBop heisst der neue Sound.

    Aber Django Reinhardt ist Zeit seines Lebens immer ein Mensch den das Neue interessiert. Er ist aufgeschlossen für neue Musikstile, neue Instrumente, Musiker... also integriert er auch diesen neuen Stil als Erfahrung aus seinem USA-Aufenthalt in sein eigenes Spiel.

    Etwa um 1950 / 51 kann Charles Delauney ihn überzeugen und so nimmt Django noch einige weitere Schallplatten, diesmal mit elektrischer Gitarre (u.a. einer Gibson ES175) und völlig neuem Sound auf.

    Eine dieser denkwürdigen Aufnahmen ist das Album zusammen mit den "Guitars Unlimited" mit Titeln wie Nuages, Manoir de mes reves, Brasil und anderen Titeln, alles sehr modern und "bebopmässig" arrangiert (Bild links oben).

    Weiter lesen Django Reinhardt - Private Life (6/6)

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  • Django Reinhardt - private Life (5/6)

    djangos club beouf sur le toit 01Another important event in his private life comes up in 1944 with the opening of the nightclub ‘Le bouef sur le toit’ in the Rue Pigalle, which is renamed later into ‘Chez Django Reinhardt’ and whose owner and boss he was at this time.
    After the freeing of Paris in August 1944 Django appears there with Fred Astaire and plays with different soloists of the "Glenn Miller Orchestera".
    But very soon, after about two years, he is giving up on the nightclub again, as all the work and the organizing seems too time-consuming to him.

    In the last months of 1944 the performance of a Mess composed by Django Reinhardt in the chapel of the "institution of the Jeunes Aveugles" take place.  django 1944 listening to his messDjango had started to compose this Mess for "his Manouches"  inspired by classical music-composers, so that they could celebrate her traditional pilgrimages to Les Saintes-Mairies-de-la-Mer with his music.

    django 1944 transcribingBut this Mess has never been finished nor officially performed in public (image right: Django listening to the performance of his music in church).

    In 1949 Django came back to France from his tour in the USA. He had got an invitation of the "Duke Ellington Orchestra" for this tour.
    However, this tour had failed in his eyes, as it was missing the expected "big breakthrough" in America.
    Although he had met all important jazz musicians of his time and had made music with these, musician as for example Duke Ellington, Satchmo, Benny Goodman, Harry Volpe, Dizzy Gillespie and more.
    But he looks at the tour, nevertheless, as failed. He is disappointed as he hasn´t been recognized as "Django Reinhardt, the greatest Guitarplayer of the world" or has been celebrated as such in the USA. The critics had been rather sobering.
    DukeEllignton django satchmo Django with Gillepie 1949


    Even though he had played the biggest halls in the USA, had played Carnegie Hall and on Broadway, played with the most famous guys of the Jazz-Scene... Django had excited thousands of people with his playing and his name was mentioned well by all critics - but the "big smash" keeps off in his eyes. He is disillusioned and withdraws, back in France in the end of 1949 from the music.

    So in 1950 he buys a house in Samois-sur Seine, about 70km south of Paris (image below) and widthdraws form everything.
    Django´s House in Samois sur Seine, France django lazy DSCN5256


    In Samois he starts to paint again, very intensive this time (see also Django - the Painter) and goes fishing (image right below, 1952 in Samois). He now wants to make it as a painter, even talking to his friend Charles Delauney about his carreer as such. He wants "... just to paint from now on", he tells him. With music it seems he absolutely quit for now. But things went different. Django Fishing 1952

    Charles Delauney himself has big plans and wants to bring Django back into business for a huge tour with other famous musicians like Benny Goodman and Satchmo, bringing them over to Europa. But it isnt that easy like it was before.

    The scene had changed and modernized. And the music that Django had played with the Quintette du Hotclub de France in the early 20ies and 30ies isn´t well asked anymore. New music is on, the new sound is called "BeBop".

    django guitars unlimited
    Well, Django Reinhardt was a person who was always interested in new things, open for new musicstyles and interested in new challenges, like new instruments or musicians... so he easily integrated this new sound into his own playing out of his experience from his USA-tour.
    django usa 1946
    About 1950 / 51 Charles Delauney is able to convince him again and so Django is recording a few more records, this time with electric Guitar (e.g. a Gibson ES175) and thus although with a complete new sound.

    One of these unforgettable recordings is an album together with "Guitars Unlimited" containing tunes like "Nuages", "Manoir de mes reves", "Brasil" and others, everything pretty much modern and arranged in "bebop-style" .

    Read more -> Django Reinhardt - Private Life (6/6)

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  • Django Reinhardt - The Painter (1/2)

    django NY painting 1946Für viele ist es kaum vorstellbar aber seine Werke belegen es: Django Reinhardt war nicht nur ein grossartiger Gitarrist, Komponist und Musiker, er war (auch) ein guter Maler. Und wenn man den Kunstkennern glauben schenken darf sogar ein sehr guter.

    Aufgewachsen in dem kreativen Umfeld der Pariser Kunst-, Musik und Künstler-Szene der wilden 1920er Jahre war Django schon früh im Kontakt mit vielen Künstlern der damaligen Zeit. Leute wie Jean Sablon, Salvatore Dali, Jean-Paul Sartre und Edith Piaf zählten zu seinen Freunden und Bekannten.

    Und Django war daher auch immer schon sehr beeindruckt von den grossen Malern wie Rembrandt, Matisse oder Gogin die er ebenso wie klassische Musiker wie Bach oder Beethoven sehr verehrte.

    Django begann recht früh sich für Kunst und Malerei zu interessieren und begann auch selbst sporadisch zu malen, allerdings anfangs eher als Hobby nebenbei. django 1952 in Palais des Beaux Arts

    Aber erst um 1949 nach seiner Rückkehr aus den USA beginnt Django sehr viel intensiver zu malen und sich fast ausschliesslich mit der Malerei zu beschäftigen. Das geht soweit dass er die Musik und sein Gitarrespiel "an den Nagel hängen" will. Doch es kommt dann, auch nicht zuletzt dank seinem Freund, Manager und Mentor Charles Delauney letztlich anders...Django and Henriette Trivier in the

    Django Reinhardt´s Bilder sind vom Impressionismus der damaligen Zeit stark beeinflusst (Django war u.a. mit Salvatore Dali befreundet) und in mancher Hinsicht eher abstrakt. Landschaften, abstrakte Motive und Stimmungen.  Aber er malte auch Akt-Bilder - eher sehr ungewöhnlich für einen Sinto. Doch man muss bedenken die damalige Zeit der 20er/30er-Jahre war verrückt, frei und wild.

    Selbst heute werden Django Reinhardt´s Werke in Frankreich in Galerien oder Museen ab und an noch ausgestellt, wie zuletzt 2010 mit einer grossen Retrospektive zu Ehren seines 100. Geburtstages.

    Weiter zu Django Reinhardt - the Painter (2/2)

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  • Django Reinhardt - The Painter (1/2)

    django NY painting 1946For many it is hardly conceivable, however, his art-works show it: Django Reinhardt was not only a wonderful guitarist, composer and musician, he was (also) a good painter. And if one believes to the art-experts - even a very good one.

    Grown up in the creative sphere of the Paris art-, music- and artist's- scene of the wild 1920ies, Django was quite early in contact with many artists of this time. People like Jean Sablon, Salvatore Dali, Jean-Paul Sartre and Edith Piaf were counted to his good friends.

    And, hence, Django has always been impressed very much by the great painters like Rembrandt, Matisse or Gogin just the same as he admired classical musicians like Bach, Beethoven or else.

    django 1952 in Palais des Beaux ArtsDjango started rather early to be interested in art and painting and also started to paint sporadically, indeed, in the beginning rather besides as a hobby.

    It is just about 1949 after his return from the USA-tour that Django started to paint much more intensely and to deal almost exclusively with the painting. This went so far that he wanted to quit playing music and his guitar for ever. However, thanks to his friend, manager and mentor Charles Delauney, in the end it went differently. . .Django and Henriette Trivier in the

    Django Reinhardt's paintings were strongly influenced by the impressionism of the past (Django was friends with Salvatore Dali among other painters) and in some regard rather in the abstract. Sceneries, abstract motives and moods. But he also painted act pictures - rather very unusually for a Sinto. However, one must think the time of the 20ies and 1930ies were crazy, freely and wild.

    Even today Django Reinhardt's paintings are still to be showed in France inside galleries or some museums from time to time, as at last in 2010 with a big retrospective to the honour of his 100th birthday.

    Read more -> Django Reinhardt - the Painter (2/2)

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  • Django Reinhardt - The Painter (2/2)

    Django Reinhardt, Satchmo, Duke Ellingtion
    Nach seiner Rückkehr von der (in seinen Augen) etwas fehlgeschlagenen USA-Tournee, bei der Django zwar viele der grossen Musiker wie Satchmo, Dizzy Gilepie, Duke Ellington uvm. getroffen und mit ihnen musiziert hatte, blieb aber seiner Ansicht nach der "grosse Erfolg" für ihn doch aus, bei dem man ihn als "Django Reinhardt, den weltbesten Gitarristen" Django Painting 1947wahrgenommen oder gefeiert so wie er sich es gewünscht hätte. Aber die Kritiken der USA-Tournee waren nicht entsprechend gut gewesen.

    Selbst all die grossen Konzerte die er gespielt hatte (z.B. in der Carnegie Hall oder in den grossen Theatern am Broadway) konnten ihn nicht davon überzeugen dass seine Tournee dennoch ein grosser Erfolg gewesen war, bei der er tausende von Zuschauern hatte begeistern können und die letztlich seine Berühmtheit nur weiter untermauern sollte.

    Etwas verbittert zog er sich daher 1949 nach seiner Rückkehr nach Frankreich von der Musik immer mehr zurück und hörte um Ende 1949 bis 1950 sogar eine zeitlang ganz auf Musik zu spielen.

    Die Musik und die Musikszene hatten sich stark verändert nicht zuletzt durch den neuen Sound des "Bebop" der aus Amerika nach Europa schwappte. Die Swing-Musik die Django in den Jahren vorher (noch) gespielt hatte war in Frankreich nun nicht mehr so sehr gefragt wie einst. django with some paintings 1952

    Also lebte er eher zurückgezogen, ging statt dessen nun lieber Angeln, traf sich mit seinen Cousins und Freunden, spielte Billiard (Django soll ein hervorragender Billard-Spieler gewesen sein!) und - er begann wieder, diesmal sehr intensiv, zu malen. django painting 1950

    Django widmete sich seiner Malerei dermaßen intensiv, dass er sogar einmal verlauten liess "er werde nie wieder Gitarre spielen sondern wolle nur noch malen".

    Es war um 1952 erneut Charles Delauney´s Verdienst dass Django wieder die Gitarre in die Hand nahm und in der Zeit kurz vor seinem Tod erneut Konzerte gab und mit einige der besten Aufnahmen seiner gesamten Karriere im Studio einspielte. Dazu gehört u.a. auch seine letzte, von ihm bekannte und veröffentlichte Aufnahme, der Song "Anouman", eines seiner schönsten Lieder.

    Django Reinhardt´s Bilder waren sehr vom Impressionismus der damaligen Zeit stark beeinflusst (Django war u.a. mit Salvatore Dali befreundet) und in mancher Hinsicht eher abstrakt. Landschaften, abstrakte Motive und Stimmungen.  Aber er malte auch, eher sehr ungewöhnlich für einen Sinto - Akt-Bilder.

    Hier zeigen wir einige seiner Kunstwerke die selbst heute noch, wie 2010 in Blois/Frankreich anlässlich seines 100. Geburtstages in einer grossen Retrospektive, in Galerien oder Museen ausgestellt werden. (Zum Vergrössern der Bilder bitte auf das jeweilige Bild klicken).


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  • Django Reinhardt - The Painter (2/2)

    Django Reinhardt, Satchmo, Duke EllingtionAfter his return of his USA-tour that had (in his eyes) failed to be successful, Django had met and played with many famous musicians like Satchmo, Dizzy Gilepie, Duke Ellington, as well as he had been well mentioned by all critics and papers - Django is rather frustrated and disillusioned.
    Django Painting 1947
    Even all big concerts he had played (e. g. in Carnegie Hall or at the big theatres in the Broadway) could not persuade him of the fact that his tour still had been a great success with which he had been able to inspire thousands of spectators and which should underpin, his worldwide fame in the end.

    Hence, a little bit bitterly he withdrew after his return to France in 1949 more and more of the music and stopped to play guitar between 1949 till 1950 completely.

    The music and the music-scene meanwhile had strongly changed not least caused by the new sound of "Bebop" that swapped from America to Europe. The swing-music that Django had been playing in France during the years before was not asked no more like before.
     django with some paintings 1952
    So he started to live rather secludedly, went fishing instead of playing, met with his cousins and friends, played Billiards (Django was supossed to be an excellent player of billiards the rumors say!) and - finally he started to paint again, this time very intensely.
    django painting 1950
    Django devoted himself so intensely into the painting that he even allowed it to be reported that "...he would never ever again play the guitar, instead wants to separate from music and only wanted to paint for good...".

    It was once more Charles Delauney that could convince Django about 1952 to get back to guitar again and after, in the time shortly before his death, once more gave some concerts and also recorded some of the best recordings of his whole career in the studio. Among other songs there is also one of his last known and published tunes called "Anouman", one of his nicest songs ever.

    Django Reinhardt's paintings were strongly influenced by the impressionism of the past (Django was friends with Salvatore Dali among other painters) and in some regard rather in the abstract. Sceneries, abstract motives and moods. But he also painted act-pictures - rather very unusually for a Sinto.

    Here we show some of his pieces of art, themselves even today are presented as on occasion of his 100th birthday in a big retrospective happened in 2010 in Blois/France, as well as in galleries or museums. (For increasing the pictures click please on the respective picture).


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  • Django Reinhardt - Three Finger Lightnin - Documentation

    Hier ist eine sehr gut gemachte Video-Dokumentation mit dem Titel "Django Reinhardt - Three finger lightnin".





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  • Django Reinhardt - Three Finger Lightnin - Documentation

    Here´s a great Video-Documentation with the Title "Django Reinhardt - Three finger lightnin":





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  • Eine (berechtigte) Kritik: Django - ein Leben für die Musik

    film django2Der Film "Django - ein Leben für die Musik", vorgstellt als Opener auf der diesjährigen Berlinale 2017 läuft inzwischen in den den deutschen Programmkinos an.

    Im Groben geht es dabei um die "Lebensgeschichte" von Django Reinhardt, sein Weg durch die dunklen Kriegsjahre im Paris der 1930er bis 40er Jahre. Auch gibt es natürlich etwas von seiner Musik zu hören und es sind hier und da Anleihen einzelner Episoden aus seinem echten Leben verarbeitet. Alles in allem bleibt der Film allerdings (leider) weit hinter seinen Erwartungen zurück, wie viele Kritiker dies auch vermerken.

    Die folgende zitierte Kritik, geschrieben von Beatrice Behn für das Frankfurter Harmonie-Kino kann man uneingeschränkt mit ja unterschreiben, da sie alle wichtigen Aspekte und Kritikpunkte klar aufzeigt. Besser kann man es nicht beschreiben. Das ist der Grund warum wir sie hier in Auszügen veröffentlichen.

    […]Django - ein Leben für die Musik (Kritik von Beatrice Behn / Harmonie-Kino Frankfurt)
  • Frame 1 (Homeslider): We got it all

    JazzManouche.de - we got the strong stuff about Gypsyjazz

    JazzManouche.de offers you News from the Gypsyjazz-Scene, history of the Sinti and Roma, the developing of the style and many more background-infos on Gypsyjazz, Gypsyjazz-Guitars, the Gypsyjazz-artists and much more...

    See all Features
    whisky jazzmanouche
  • Frame 11 (Homeslider): We got all

    JazzManouche.de - we got the strong stuff about Gypsyjazz

    JazzManouche.de bietet News aus der Szene, History über Sinti und Roma, die Entstehung des Musikstils und viele Background-Infos über Gypsyjazz, über Gypsyjazz-Gitarren, die Gypsyjazz-Künstler und vieles mehr...

    See all Features
    whisky jazzmanouche
  • Frame 2 (Homeslider): NEWS

    News aus der Gypsyjazz-Szene

    JazzManouche.de bietet in seinen News viele aktuelle Infos aus der Gypsyjazz-Szene, Konzert- und Festivalankündigungen oder CD-Vorstellungen und vieles mehr...

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    Dorado 2009
  • Frame 2 (Homeslider): NEWS

    News from the Gypsyjazz-Scene

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    AngeloDebarre
  • Frame 4 (Homeslider): JM-Videos

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    In unserer Rubrik "JazzManouche-Videos" präsentieren wir eine ausgesuchte Auswahl mit Videos von Künstlern des Genres von LIVE-Konzerten, JM-Lessons, seltenen Aufnahmen von Django Reinhardt oder auch aus dem Leben der Sintis...

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  • Frame 4 (Homeslider): JM-Videos

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    Our section "JazzManouche-Videos" presents collected videos of artists of the style, LIVE-concerts, JM-Lessons, rare recordings of Django Reinhardt or Documentations about the life of Sintis...

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  • Frame 9 (Homeslider): The REAL Gypsyjazz Book

    The REAL Gypsyjazz Book

    Ab sofort erhältlich bei uns: "The REAL Gypsyajzz Book", 248 Seiten, über 300 (Gypsy-)Jazz-Songs auf Chordcharts, Traditionals, Walzer, Songs von Sinti-Komponisten wie Django Reinhardt, Stochelo Rosenberg, Bireli Lagrene, Dorado Schmitt und viele viele mehr.... 

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  • Frame 9 (Homeslider): The REAL Gypsyjazz Book

    The REAL Gypsyjazz Book

    Available now: "The REAL Gypsyajzz Book", 248 pages, professionally designed, more than 300 (Gypsy-)Jazz-tunes chordcharts (Grilles), Traditionals, Waltzes, Songs by Sinti-composers like Django Reinhardt, Stochelo Rosenberg, Bireli Lagrene, Dorado Schmitt and many, many more.... 

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  • Gypsyjazz History (1/3)

    Um zu verstehen wie die Musik des "Jazz Manouche" oder "Gypsyjazz" (auch unter dem Begriff europäischer Jazz bekannt geworden) zustande kam, muss man ein wenig in der Geschichte der Sinti und Roma nachschauen.

    history_sr01Lt. den ältesten zurückliegenden Schriften stammen die Sinti von den Indern ab. Dort lebten und arbeiteten sie bis etwa im 5. Jahrhundert bereits damals schon als berühmte Musiker.
    Oft spielten sie an den Höfen der damaligen Maharadschas, bis sie lt. den Überlieferungen eines Tages aus nicht genannten Gründen bei Hofe in Ungnade fielen und deshalb aus dem Land vertrieben wurden. (Einige Sintis bestreiten zwar diese Version, andere gesicherte Erkenntnisse sind aber auch nicht vorhanden).

    "Sinti und Roma leben bereits seit vielen Jahrhunderten in Europa. In den einzelnen Ländern bilden sie alteingesessene und historisch gewachsene Minderheiten.
    In Deutschland bezeichnet man sie meist als "Sinti", in Ost- und Südosteuropa - wo die Zahl weitaus größer ist - als "Roma". In Frankreich spricht man von "Manouche" oder "Bohemiens", in Spanien von "Gitanos".

    Allerdings ist der Oberbegriff "Sintis" auch gleichzeitig mit einer Fehlinterpretation behaftet. Sintis waren und sind nämlich schlichtweg meist die Musiker im "Fahrenden Volk" der "Zigeuner". So gibt und gab es früher viele unterschiedliche Bezeichnungen für die verschiedenen unter den Zigeunern vorhandenen Berufsgruppen. Es gab die sog. "Kalderescha" (von Kaldera = Kessel), das waren Kessel- und Hufschmiede. Es gab unterschiedliche Namen für Korbflechter, für Händler, Musiker, Pferde- und Tierhändler usw.

    gypsycaravans"Sinti und Roma" ist also nur eine Sammelbezeichnung, die eine Vielzahl von Gruppen umfasst. Hingegen ist der Begriff "Zigeuner" eine Fremdbezeichnung, die von vielen Angehörigen der Minderheit (wie auch von uns) mittlerweile als eher diskriminierend abgelehnt wird.

    "Das Wort Zigeuner ist eine Fremdbezeichnung, die in ähnlicher Form in vielen europäischen Sprachen vorkommt. Die genaue Herkunft des gemeineuropäischen Ethnonyms ist unsicher und mythisch. Im Deutschen wurde Zigeuner volksetymologisch und fälschlich zu „Zieh-Gäuner“, also „(umher-)ziehende Gauner“ umgedeutet. Auch deswegen wird die Bezeichnung heute vielfach als negativ belastet abgelehnt." (Quelle: Wikipedia)

    Anhand von sprachwissenschaftlichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die ursprüngliche Herkunft der Sinti und Roma in Indien liegt, denn ihre Sprache, das Romanes, ist eng verwandt mit der altindischen Hochsprache Sanskrit.

    "Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich in den jeweiligen Heimatländern der Sinti und Roma eigene Romanes-Dialekte, so auch im Fall der deutschen Sinti. Das Romanes wird innerhalb der Familien neben der jeweiligen Landessprache als zweite Muttersprache verwendet." (Wikipedia: Geschichte der Sinti und Roma).

    Mehr lesen -> JM-History (2/3)
  • Gypsyjazz History (2/3)

    roulottes tziganesMusikalische Wege

    So mussten die Sintis also mit ihren Familien ihr Land (Indien) verlassen und zogen dann zunächst zu Fuss, später mit einfachen Pferdewagen über Usbekistan, den Irak, den heutigen Iran (damals Persien), weiter durch Kurdistan, die Türkei bis in den unteren Balkan und bis ins heutige Russland.

    Da sie ja auch irgendwie ihre Familien ernähren mussten, spielten sie oft in den jeweiligen Ländern die Musik die eben dort grade verlangt wurde. Meist auf Festen, zu Feiern oder anderen Anlässen, dort wo sie eingeladen wurden - ihre sprichwörtliche Musikalität war schon damals sehr hoch angesehen. musikerEs gibt einige Berichte wonach Sintimusiker am Hofe von Königen, Fürsten und Baronen immer gern gesehen waren. Sogar einige regionale Protektorate für Sinti sollen dadurch entstanden sein (z.B. in St. Maries de la Mer, wo der damalige Maquis Folco de Baroncelli-Javon(1869-1943), eine symbolhafte Persönlichkeit aus der Camargue in der Region einzelnen Familien ein lebenslanges "Bleiberecht" einräumen liess).

    Bereits in dieser frühen Zeit etablierte sich auch die „Musikalische Ausbildung“ der Nachkommen. So wurden Lieder und bestimmte musikalische Fähigkeiten, Tricks und Spielweisen vom Vater auf den Sohn, vom Onkel auf den Neffen und so wiederum untereinander, nur rein mündlich weiter gegeben.rosenberg 1962 Viele Sintis konnten damals weder lesen noch schreiben, so dass das Lernen von Musik durch Noten, wie heute üblich, nicht zur Wahl stand.

    Die Fähigkeit bestimmte Dinge spielen zu können aber war ihr Kapital mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen konnten (und mussten).

    Es war daher also nicht nur lebensnotwendig ein Instrument gut beherrschen zu können (und deshalb vor allem besser als andere Musiker sein zu müssen), sondern auch möglichst genauso viele Lieder der jeweiligen Länder die sie bereisten zu kennen und auch spielen zu können.
    Samois_0609_-_184
    Musik war und ist bis heute immer ein zentrales Thema in der Kultur der Sintis. Sie wird zu allen Gelegenheiten gespielt, wann immer man sich trifft und zusammen feiert ist Musik im festen Mittelpunkt.

    Im frühen 13. Jahrhundert besagen die Überlieferungen waren die Sinti bis ins andalusische Südspanien vorgedrungen, deren musikalische Einflüsse sie ebenso mit adaptierten und in ihre Musik mit übernahmen wie schon zuvor bereits italienische Liebeslieder, den ungarischen Csardas und später die französichen Musette-Tänze - alles die Musikstile der Länder die sie zuvor bereisten.

    Alle diese Einflüsse lebten und leben bis heute in der Musik der Sinti und Roma fort.

    Mehr lesen -> JM-History (3/3)


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  • Gypsyjazz History (3/3)

    KZ_9e_50Die dunkle Seite der Macht

    Einer der dunkelsten Abschnitte in der deutschen Geschichte und damit auch in der Geschichte der Sinti und Roma war und ist aber die Zeit des Nationalsozialismus. (Siehe auch unter JM-History -> Völkermord Quelle: Zentralrat Sinti & Roma). Über 700.000 Sinti & Roma wurden in den KZs der Nationalsozialisten ermordet.

    […]"Zwar wurden Sinti und Roma über Jahrhunderte diskriminiert und verfolgt, doch parallel zur Politik der Ausgrenzung hat es gerade auf regionaler Ebene vielfältige Formen eines normalen und friedlichen Zusammenlebens von Minderheit und Mehrheitsbevölkerung gegeben.

    Vor 1933 waren die deutschen Sinti und Roma als Nachbarn oder Arbeitskollegen vielfach in das gesellschaftliche Leben und in die lokalen Zusammenhänge integriert.Viele hatten im Ersten Weltkrieg oder schon zuvor in der kaiserlichen Armee gedient und waren hoch dekoriert worden. Dies gilt auch für Sinti und Roma in anderen europäischen Ländern.

    KZ_RomaMit der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde diese Normalität des Zusammenlebens systematisch zerstört. Auf Grundlage der Rassenideologie wurden Sinti und Roma schrittweise entrechtet, ihrer Lebensgrundlage beraubt und schließlich in Vernichtungslager deportiert."[…]
    (Quelle: Stadtmuseum Erfurt)

    […]"Auch die Verfolgung der Sinti und Roma begann Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten.

    Unter den Nationalsozialisten erreichte sie aber ihren schrecklichen Höhepunkt. In der nationalsozialistischen Rassenlehre nahmen die Roma eine Sonderstellung ein. Sie wurden zwar teilweise als „Arier“ angesehen, aber ihre Lebensweise passte trotzdem nicht ins Konzept der Nationalsozialisten und so wurden sie meist unter der Kategorie „Asoziale“ in Konzentrationslager eingeliefert."[…]
    (Quelle: http://www.annefrankguide.net/de-AT/bronnenbank.asp?oid=3662)

    Leider haben Ressentiments generell gegenüber fahrendem Volk wie Sinti und Roma (aber auch anderen fahrenden Volksgruppen wie Jenischen oder Schaustellern) bis in die heutige Zeit eine (unglückliche) eine lange Tradition. Und diese, auch "Antiziganismus" genannte Grundhaltung ist leider auch heute noch bei sehr vielen Deutschen und anderen europäischen Nachbarn sehr weit verbreitet.
    FamEmmler
    […]"Antiziganismus ist eine Denkweise, die diese Menschen als „fremd", „müßiggängerisch", „musikalisch“ und „frei", „primitiv“, „archaisch“, „kulturlos“ oder „kriminell“, „nomadisch’“ und „modernisierungsresistent“ kennzeichnet, um nur einige Merkmale zu nennen.
    Antiziganismus richtet sich gegen eine ethnische Minderheit, der ein solches Verhalten als unveränderliche Wesensart unterstellt wird und ist eine bis heute in der heutigen Gesellschaft durchaus akzeptierte Grundhaltung vieler Menschen gegenüber Sinti und Roma.

    Diese Grundhaltung macht es unmöglich, die realen Menschen zu erkennen und sie führt zu massiven Diskriminierungen der Minderheit. Damit lässt sich auch der Antiziganismus als Teil des kulturellen Codes der deutschen – der westlichen - Gesellschaft deuten.
    Antiziganismus beinhaltet oft Projektionen gedeutet, in denen das eigene Wollen und die eigenen Wünsche dem „Anderen“ unterstellt werden.

    Im Antizganismus findet sich auch der Ausdruck des eigenen „fremden“ Ichs, das im Rahmen der Mehrheitsgesellschaft nicht gelebt werden darf .Antiziganismus ist damit eine Abwehrhaltung gegenüber den eigenen individuellen Wünschen. Für die Projektion stehen alte Zigeunerbilder zur Verfügung, denen aber je nach gesellschaftlicher Gegebenheit, neue Bilder gefunden werden können."[…]
    (Quelle: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)

    Auf der Website des Zentralrat Deutscher Sinti und Roma findet sich eine sehr ausführliche Erläuterung zu diesen und anderen Vorurteilen. Auf jeden Fall ist ein Besuch auf diesen Seiten eine Pflichtlektüre für jeden der sich näher mit dem Thema auseinander setzen möchte.
    bonjour_django
    Um die Musik der Sinti und Roma zu verstehen, und damit auch den später legendären Swingjazz eines Django Reinhardt der ebenfalls alle diese o.g. Einflüsse in seiner Musik vereinte und damit auch die Musik seiner Nachfahren der heutigen Sintimusiker (wie z.B. eines Bireli Lagrene, Stochelo Rosenberg oder Tschawolo Schmitt uvm.), sollte man sich als interessierter Musiker auf jeden Fall einmal mit all diesen Fakten aber zumindest auch den verschiedenen Musikstilen (zumindest theoretisch) befasst haben.

    […]"Die geschichtlichen Fakten allerdings hatten und haben auch heute noch sicherlich einen grossen Einfluss auf das allgemeine Verhalten und dadurch u.a. auch auf die Musik der Sinti und Roma gehabt."[…] (Wikipedia: Gypsyjazz)

    Wer sich nicht vorstellen kann wie es ist seine Familie ganz oder teilweise in einem KZ verloren zu haben, der wird sicherlich auch kein Verständnis für die Ablehnung finden die uns Deutschen häufig von manchen Sintis deswegen entgegengebracht wird. Es ist Misstrauen eines geschundenen Volkes welches sich völlig natürlich abschottet und versucht sich als Ganzes mit seiner Sprache und seinen Traditionen zu bewahren, zumindest mit dem was davon noch übrig geblieben ist.

    Der sensible Umgang mit diesen Themen und das Verständnis und auch die Toleranz aufzubringen sich mit diesen Dingen intensiver auseinanderzusetzen fehlt leider auch heute noch vielen Menschen (leider auch Musikern!), obwohl dies unser aller Verpflichtung spätestens durch die eigene Geschichte unseres deutschen Landes geworden ist.

    Jeder der sich für Gypsyjazz interessiert sollte dieses zu allererst aufbringen bevor er sich mit der Musik näher befasst. Respekt gebührt zunächst einmal jedem Menschen auf diesem Planeten denn wir sind, auf die eine oder andere Art, alle Ausländer oder Fremde im einen oder anderen Land. Und im Universum sowieso...
    Aber: nur gemeinsam kann man wieder einen Weg zu einem friedlichen Miteinander in gegenseitigem Vertrauen finden - und hier kann (und sollte) die MUSIK eine wertvolle Hilfestellung leisten.

    Musik ist eine universelle Sprache mit der wir uns direkt verständigen können... egal welcher Nationalität und Rasse oder Hautfarbe wir angehören. Musik kann Brücken bauen zwischen den Menschen. Jedoch Respekt und Toleranz einem anderen Menschen oder einer anderen Kultur gegenüber gehören zu allererst und absolut dazu.

    Versuchen wir also zu allererst diesen Respekt und Toleranz bei uns selbst aufzubringen und dann gemeinsam Musik zu schaffen die Grenzen überwindet!


    Mehr lesen -> JM-History -> Völkermord


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  • Gypsyjazz History (3/3)

    The dark side of power

    KZ_9e_50One of the darkest chapters in the german history and with it also in the history of the Sinti and Roma was and however is, the time of the national socialism and the Nazis. (See also JM-History-Genocide). More than 700.000 Sinti & Roma were murdered in the KZs of the Nazis.

    […]"Athough Sinti and Roma have been discriminated and pursued for centuries, but parallel with the politics of the exclusion at regional level there have been just varied forms of a normal and peaceful living together of minority and majority population.
    Before 1933 the german Sinti and Roma were often integrated into the social life and into the local connections as neighbours or colleagues. Many had served in the First World War or already before in the imperial army and had been highly decorated. This is also valid for Sinti and Roma in other European countries.

    With the national-socialist seizure of power this normality of the living together was destroyed systematically. On basis of the racial theory of the Nazis the Sinti and Roma were deprived of rights gradually, as robbed off their life basis and were finally deported into concentration- and destruction camps through thousands."[…]
    (Source: Stadtmuseum Erfurt)KZ Roma

    […]"The pursuit of the Sinti and Roma also began long years before the assumption of power by the National Socialists.
    However, among the NS it reached her awful high point. In the "National-socialist-race-discrimination-laws" the Sinti & Roma took a special position. Though they were partially looked at as "Arians", but still their life-style did not fit into the Nazi-ideology. Nevertheless, thus they were mostly delivered to concentration camps under the category "Antisocial individuals"[…]
    (Source: http://www.annefrankguide.net/de-AT/bronnenbank.asp?oid=3662)

    Unfortunately, resentments in general have a long (unlucky) tradition against nomads like Sinti and Roma (however, also to other moving ethnic groups like Jenische or even Circus-people) till today. And, as well unfortunately, this so called "Antiziganism" basic position is also very widespread even today amongst a lot of germans and other European neighbours.

    FamEmmler[…]"Antiziganism is a way of thinking which brandmarks these people as "foreign", "lazy", "musically" or "free living", "primitively", "archaically", "without culture" or "criminally", "nomadic" and "resistant to modernisation" just to mention only some of the terms used.

    Antiziganism is directed against an ethnic minority (mostly against nomads, but to other groups of foreigners as well) which suggests that such a behaviour is subordinated as an invariable nature. In fact it is a basic subjective view, but regrettably, absolutely accepted till this day in the today's society of many people worldwide especially against Sinti and Roma.
    This basic position makes it impossible to recognise the real people and leads to massive discriminations of the minority. In fact this makes it falsely possible to (mis-)interpret the "Antiziganism" as a part of the cultural code of the German – and in general the western - society. Antiziganism often contains projections interpreted in which own wishes are subordinated to the "others".

    There is also is found the expression of own "foreign self" in "Antizganism" which may not be lived within the scope of the majority society. Antiziganism is a defensiveness towards own individual wishes. Old Gipsy's pictures and imaginations of them are available for the projection, to those who used it. However, according to the social actual facts, new pictures can be found."[…] (Source: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)

    On the website of the Zentralrat Deutscher Sinti und Roma (their central association in Germany) a very detailed explanation is found to these and other prejudices. Anyway a visit on this website is a duty for one who like to know more about these subjects.

    To basically understand the music of the Sinti and Roma at all, and with it also bonjour_djangothe legendary swing-jazz of Django Reinhardt who united all mentioned influences inside his music, as well as of his musical heritage (today's Sintimusicians for example Bireli Lagrene, Stochelo Rosenberg or Tschawolo Schmitt and others until today), the interested musican should at least have read and know all about these mentioned above facts, however, as well as also about the different music-styles  that are part of this music-style (at least theoretically...). (See also JM-Learning)

    […]"The historical facts, however, absolutely had and also even today still have a big influence on the general behaviour and thereby among other things also on the music of the Sinti and Roma."[…] (Wikipedia: Gypsyjazz)

    The one who can´t understand or at least tries to imagine how it feels like to loose all of his family or a part in a concentration camp (KZ) - the one will absolutely also not be able to understand the distance and restraint or refusal to us "Non-Gypsies" often practised by some Sintis, Manouches, Gitanos or Gypsies all the same. But this often is just the mistrust of maltreated people which cut-off themselfes absolutely and thus try to retain integrity as a whole with their language and traditions, at least with that what has still been left of it.

    The sensitive contact with all these facts, to raise understanding and also tolerance against other human beeings in general and Stintis & Roma in special, to argue more intensely with these things, unfortunately, is absent also even still today by many people refusing many facts. Although this has become obligation, at least by our own history in the German country, but nevertheless also worldwide not to do such.

    Each one interested in playing Gypsyjazz should adapt this first of all, before he starts to work closer with this music-style. Respect is the first thing that we all should give to every person on this small planet than we life on - as we all are foreigners or strangers in one or another country, and in universe anyway.

    But: only together one can find a way to a peaceful cooperation in mutual trust again - and here the MUSIC is able (and should perform) a valuable assistance.

    Music is a universal language with which all human beeing can communicate directly without any deviations . . . wether which nationality and race or skin colour we belong.

    Music can build bridges between the people. However, respect and tolerance to another person or  another culture belong to it first of all and absolutely, without a doubt.


    So let´s try to raise first of all - respect and tolerance with all of us and then to create music together that will overcomes all these borders!


    Read more -> JM-History -Genocide

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  • Jazz-Manouche

    Französisch für (Zigeuner- bzw.) Sinti-Jazz.
    Jazz-Musik die von Sinti oder Manouches (Bohemians) gespielt wird.

    Entgegen dem aus afroamerikanischen Wurzeln in den USA entstandenen "traditionellen" Jazz, ist der Jazz-Manouche (u.a. auch Gypsy-Jazz oder String-Jazz genannt) eine rein europäische Erfindung. Es handelt sich hierbei um einen eigenen Jazz-Stil welcher vorwiegend von franzöischen Sintis (genannt Manouches oder Bohemians) Anfang der 1920er Jahre im Raum Paris erfunden wurde und besonders durch Musiker wie Django Reinhardt, Stephane Grapelli oder Matelot Ferret uvm zu Weltruhm gelangte. Später wurde der Stil von Nachfahren der Manouche oder Sinti-Musiker kopiert und weiterentwickelt. Heute zählen Musiker wie Stochelo Rosenberg, Bireli Lagrene, Fapy Lafertin, Angelo DeBarre oder David Reinhardt zu seinen prominentesten Vertretern.
  • JazzManouche-Wiki

    Sorry, but yet still unavailable!

    baustelle

    We are working hard to finish the JazzManouche-Wiki, an Archive to search and find any kind of information about the issue of "Django Reinhardt, JazzManouche, Gypsyjazz or Sintijazz".

    Due to the immense work to collect information and put it down into searchable form this will take longer to finish. So please have a little patience and be sure to check back anytime  to see if we are finished.

    Your JazzManouche.de-Team

  • JM-Greats - David Reinhardt

    9-David Reinhardt ESDavid Reinhardt, geboren 1966 in Longjumeau (Frankreich), ist Django Reinhardts Enkelsohn und Sohn von Babik Reinhardt, dem jüngsten Sohn von Django. Damit ist David der einzige (momentan bekannte) direkte Nachfahre des grossen Gitarrengenies.

    Und sein Spiel ist genau in der Tradition seiner grossen Vorfahren: lyrisch, emotionell, exakt auf den Punkt mit dem gewissen Schuß an Swing - alles Zutaten eines grossen, jungen und äusserst talentierten Musikers.

    DavidReinhardt500Seinen ersten großen Auftritt absolvierte er bereits als 6-jähriger am 14. Mai 1993 an der Seite seines ebenso berühmten Vaters beim "Django d’Or Festival" «Trophées Internationaux du Jazz» im Théâtre de Boulogne-Billancourt.

    Und wie sein Vater führt auch er das grosse Erbe seines berühmten Grossvaters Django Reinhardt, dem "Vater des Europäischen Jazz" würdig weiter.

    Mittlerweile spielt er auf allen grossen Jazzfestivals in Frankreich und der ganzen Welt: Festival Jazz de Montréal, Festival Jazz In de Juan-les-Pins, Festival des Guitares du Monde au Québec, Festival Django de Samois-sur-Seine, Festival Django de Liberchies, Jazz à Vienne, Jazz à Liège, Centre Culturel d’Alger, Théâtre de Tunis, Jazz in Marciac, Festival Internazionale Jazz Manouche de Turin, Midem de Cannes, Augsburg Django Reinhardt Memorial... usw.

    david reinhardt 2009
    Seine grossen Vorbilder sind ausser natürlich seinem berühmten Großvater Django Reinhardt, George Benson, Pat Matheney, Wes Montgomery, Joe Pass und andere moderne Jazz-Gitarristen.

    Mit seinem neuen « David Reinhardt Trio » bietet Djangos Enkel dem Publikum nur das musikalisch Beste, immer in djangophiler Tradition - aber dennoch in seiner eigenen Sprache.



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  • JM-Greats - David Reinhardt

    9-David Reinhardt ESDavid Reinhardt, born 1966 in Longjumeau (France), is Django Reinhardts grandson and Son of Babik Reinhardt, the younger son of Django. Thus David is the only direct relative of the great guitar genius.

    The playing of David is exactly in the great tradition of his anchetors: lyrical, emotional, exactly on the point with that certain touch of swing - all the ingredients for a young and incredible talented musician.

    DavidReinhardt500David is making his first appereance at the side of his famous father Babik at the age of six on May 14th 1993 playing at the "Django d’Or Festival" «Trophées Internationaux du Jazz» in the Théâtre de Boulogne-Billancourt.

    And, as his father, David is also taking up the heritage of his grandfather Django Reinhardt, the "father of European Jazz" playing it dignified.

    Meahwhile he is playing on all big Jazzfestivals in France and all over the world: Festival Jazz de Montréal, Festival Jazz In de Juan-les-Pins, Festival des Guitares du Monde au Québec, Festival Django de Samois-sur-Seine, Festival Django de Liberchies, Jazz à Vienne, Jazz à Liège, Centre Culturel d’Alger, Théâtre de Tunis, Jazz in Marciac, Festival Internazionale Jazz Manouche de Turin, Midem de Cannes, Augsburg Django Reinhardt Memorial... etc.

    david reinhardt 2009
    His own great idols are (except his famous grandfather Django), George Benson, Pat Matheney, Wes Montgomery, Joe Pass and other modern Jazz-Guitarrists.
    With his new « David Reinhardt Trio » Django´s grandson is only offering the best to the audience that is available, always in  djangophile Tradition - but still in his own language.


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  • JM-Greats - Dotschy Reinhardt

    Dotschy Reinhardt 01Dotschy Reinhardt ist ein junger musikalischer Spross aus der Familie des genialen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt.

    1975 in Ravensburg geboren, bestreitet Dotschy Reinhardt ihre Musik-Ausbildung auf eigene Faust und findet im Jazz ein klingendes Pendant zu ihrer Freiheitsliebe.

    Sie widmet sich dieser Musik mit der Gitarre und vor allem mit ihrer Stimme. Dazu bricht sie aus der süddeutschen Idylle aus und geht nach Berlin. Dotschy Reinhardt ist heute mit dem Swing-Musiker David Rose verheiratet.

    "Reinhardt" - diese Visitenkarte besitzt in der internationalen Musikszene einen unverwechselbaren Klang. Ist Segen und auch ein bißchen Fluch zugleich.
    Wie kann sich eine junge Frau, mit diesem großen Familiennamen ausgestattet, vom Übervater Django freischwimmen, ohne gegen sein Vermächtnis zu rebellieren? DotschyReinhardt-Gypsy

    Dotschy selbst nennt ihre Kindheit und Jugend einen Glücksfall:

    Sie ist in der Nähe von Ravensburg aufgewachsen, kann von klein auf die Musik ihrer Verwandten als Selbstverständlichkeit erleben.

    Immer wird musiziert, das „typische“ Gipsy Swing-Repertoire, von jeher untrennbar mit den Jazzstandards verbunden, mischt sich mit den Einflüssen des Great American Songbooks und dem Frank Sinatras, dem Vokabular eines Joe Zawinul, eines Alan Holdsworth, mit brasilianischen Tönen von Jobim, Sergio Mendes und Ivan Lins.

    Einer ihrer Onkel ist Bobby Falta, langjähriger Gitarrist im Schnuckenack Reinhardt Quintett und Partner von Joe Pass und Chuck Loeb, der umtriebige Zipflo Reinhardt zählt zu ihren Cousins.

    Ihre Ausbildung bestreitet sie vielfach auf eigene Faust – und findet im Jazz ein klingendes Pendant zu ihrer Freiheitsliebe, widmet sich ihm mit Gitarre und vor allem mit ihrer Stimme.

    Dazu bricht sie schließlich aus der süddeutschen Idylle aus: „In Berlin bin ich erwachsen geworden“, reflektiert sie. „Mit dieser großen Stadt fertig zu werden, mit ihren vielen Widerständen, das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Und durch die wunderbaren Musiker hier bekommt man das Gefühl von einer neuen Familie.“
    (Quelle: www.dotschy.com).

    Aussergewöhnlich ist diese junge Frau auf jeden Fall. Sie schreibt 2004 ein Buch mit dem Titel "Gypsy - Die Geschichte einer grossen Sinti-Familie", in der sie die Geschichte ihrer Familie, der Reinhardts, offen und ehrlich erzählt. Manchmal schonungslos, humorvoll, dann wieder traurig und mitreissend - aber immer interessant und spannend. Man wird von dieser ungewöhnlichen Musikerin noch viel hören.


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  • JM-Greats - Dotschy Reinhardt

    Dotschy Reinhardt 01Dotschy Reinhardt is a young musical sprout from the musical family of the genius Jazz-Guitarrist Django Reinhardt.

    Born in 1975 in Ravensburg, Dotschy Reinhardt is taking up her musical education all alone and finally found a pendant to her love of freedom in Jazz.

    She dedicates to this music with her voice mainly. For that aim she breaks out from the perfect idyll of south-germany going to Berlin. Dotschy Reinhardt today is married to the Swing-Musician David Rose.

    "Reinhardt" - this Vcard has an unchangeable sound on the international musicscene, beeing sacrifice and malediction at the same time.
    How can a young woman living under that great name be herself, freeing herself from the name of the great forefather, without rebelling against his great heritage? DotschyReinhardt-Gypsy

    Dotschy herself calls her youth and growing up in this sourrounding a great piece of luck:

    born and raised in the near of Ravensburg, is learning the music naturally from all her relatives - just like a breeze...

    Always there is music around, the „typical“ Gypsy Swing-Repertoire, always beeing connected to some Jazzstandards, mixed by influences of the Great American Songbooks and of Frank Sinatra, as well as the Vocabulare of a Joe Zawinul, an Alan Holdsworth or brasilian sounds of Jobim, Sergio Mendes and Ivan Lins.

    One of her uncles is Bobby Falta, longtime Guitarrist with the Schnuckenack Reinhardt Quintett and Partner of Joe Pass and Chuck Loeb, another cousin is  Zipflo Weinrich.

    „In Berlin i have finally grown up“, she reflects. „To get along with this big city-life and all of its counteractions gave me strength and selfconfidance... and by the many good musicians here you get the feeling of a big family.“
    (Source: www.dotschy.com).

    This young lady is unique for sure. In 2004 she released her first book with the title "Gypsy - the story of a great Sinti-Family", were she tales about the history of her family of the Reinhardts, open minded and truely told. Sometimes ruthless, always humorous, then again sad and taking - but always interesting and thrilling. There´s gonna be more to hear from this great young talent in the future.


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  • JM-Greats - Gismo Graf

    Gizmo-Bild11Gismo Graf (1993 in Baden Würthemberg geboren) ist Vollblut-Musiker von Kindesbeinen an.

    Gismo lernte bereits im Alter von 6 Jahren die ersten Akkorde auf der Gitarre seines Vater´s Joschi Graf. Er gilt bereits jetzt als einer der versiertesten, jungen Nachwuchsgitarristen weltweit.

    Familiär tief verwurzelt in der Tradition und somit der Musik der Sinti, deren großes Vorbild Django Reinhardt einst die europäische Antwort auf den amerikanischen Jazz der 1930er Jahre gab.
    Gizmo-Bild1
    Sein Debut gab Gismo im Alter von 16 Jahren auf dem ersten Album "16 Gypsy-Strings".
    Es folgte 2010 das zweite Album "Absolutely Gypsy" jetzt unter seinem eigenen Namen dem "GISMO GRAF TRIO".

    Inzwischen sind einige Jahre vergangen und Gismo hat 2014 bereits sein drittes Album "Modus Vivendi" vorgestellt.

    Gismo ist ein wirkliches Ausnahme-Talent von dem auch in den nächsten Jahren noch viel zu hören sein wird. (Quelle: gismo-graf.de)


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  • JM-Greats - Gismo Graf

    Gizmo-Bild11Gismo Graf (born 1993 in Baden Würthemberg / Germany) is a Sintimusician from his youngest age.

    Gismo learned to play the first chords at the age of 6 years on the guitar of his father Joschi Graf. He meanwhile is considered as one of the best young talents worldwide.
    Deeply anchored he is inside the tradition and his Sintifamily as in the music of the Sinti and their mastermind Django Reinhardt who once created the european anwer to american Jazz in the 1930ies.
    Gizmo-Bild1
    Gismo gave is Debut at the age of 16 years on the first Album "16 Gypsy-Strings".
    In 2010 his second Album "Absolutely Gypsy" followed under his own name "GISMO GRAF TRIO".

    Meanwhile some years went past and Gismo 2014 presented his third Album "Modus Vivendi". Gismo is a real unique talent which will be heared of in the upcoming years. (Source: gismo-graf.de)


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  • JM-Greats - Hono Winterstein

    Hono WintersteinHono Winterstein wurde geboren am 27 Februar 1962 in Forbach/Frankreich.

    Wie die meisten Sinti erlernte er das Gitarrespiel bereits in jungen Jahren. Ganz natürlich beeinflusst von Django Reinhardt und seiner Musik, interessiert er sich dennoch auch für andere Musikstile wie Rock und hört auch gern Gitarristen wie Jimmy Hendrix, Johnny Winter, etc.

    Sein erstes Erscheinen auf der Szene ist 1978 mit dem Gino Reinhardt Trio zusammen mit Dorado Schmitt. Seither hat er zusammen mit Dorado und Samson Schmitt, Patrick Saussois, Tchavolo Schmitt und anderen viele Alben aufgenommen.

    2001 engagiert ihn Bireli Lagrène für sein neues "Gipsy Project".

    Mit Bireli Lagrène spielt er überall auf den grossen Festivals in Frankreich (Olympia, Zénith, etc...) und weltweit in den U.S.A, Japan usw. Hono Winterstein

    Er wirkte auf 5 CDs des Gipsy Project und des Gipsy Trios mit u.a. einem Album mit Sara Lazarus und 3 DVD Produktionen für Dreyfus Jazz.

    Hono Winterstein ist ein "König des Rhythmus-Spiels" ohne Fehl und Tadel, ein Gitarrist der den "La Pompe" swingt wie ein Métronom. Auch sein Tempo ist beeindruckend und hat bisher immer wieder viele der grossen Gitarristen der Szene unterstützt:

    Bireli Lagrene, Dorado Schmitt, Samson Schmitt, Thomas Dutronc, Henri Salvador, Florine Nicolescu, Marcel Loeffler, Didier Lockwood, Martin Weiss, Martin Taylor, Sanseverino, Andre Cecarelli, Angelo Debarre, Stochelo Rosenberg, Sacha Distel, Ludovic Beyer...die Liste ist lang.

    Seine beeindruckende Physis und Präsenz gepaart mit einem Charakter der von Humor und einem grossen Herzen geprägt ist macht ihn zu einem begehrten Talent und grossartigen Musiker.


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  • JM-Greats - Hono Winterstein

    Hono WintersteinHono Winterstein was born on February 27th 1962 in Forbach/France.

    As common with many Sinti he learned to play the guitar young at age. Naturally influenced by Django Reinhardt and his music, but still also interested in other musicstyles like Rock - he like to listen to guitarrists like Jimmy Hendrix or Johnny Winter etc.

    His first appereance on the musicscene is in 1978 together with the Gino Reinhardt Trio featuring Dorado Schmitt. Since then he was working with Dorado, Samson Schmitt, Patrick Saussois, Tchavolo Schmitt and many others, recording many albums.
    In 2001 he gets invited by Bireli Lagrène for his new "Gipsy Project".

    Meanwhile he is playing with Bireli Lagrène on all kinds of big Festivals in France (Olympia, Zénith, etc...) as well as worldwide in the U.S.A, Japan. Hono Winterstein

    Hono played on 5 CDs of the Gipsy Project and the Gipsy Trios and an Album with Sara Lazarus as well as  3 DVD Productions for the Dreyfus Jazz Label.

    Hono Winterstein is a "King of Rhythm-playing" without any impeachement, a Guitarrist that swings "La Pompe" like a Métronome with incredible speed. Meanwhile he played with many great guitar-players like:

    Bireli Lagrene, Dorado Schmitt, Samson Schmitt, Thomas Dutronc, Henri Salvador, Florine Nicolescu, Marcel Loeffler, Didier Lockwood, Martin Weiss, Martin Taylor, Sanseverino, Andre Cecarelli, Angelo Debarre, Stochelo Rosenberg, Sacha Distel, Ludovic Beyer...the List is long.

    His impressive physical presence and physis as well as a great charakter with a great sense of humor as well as a big heart is making him a great talent and a wanted musician.


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  • JM-Greats - Jimmy Rosenberg

    jimmyJimmy Rosenberg (geboren als Joseph Rosenberg), am 10. April 1980 in Helmond, ist ein niederländischer Jazzgitarrist.

    Der aus der berühmten Rosenberg Sinti-Familie stammende Jimmy ist der Sohn von Engelina (Papi) Weisz und Franco (Macky) Rosenberg, und ein Cousin von Nonnie, Nous'che und Stochelo Rosenberg, den Mitgliedern des bekannten "Rosenberg Trios".

    In früher Kindheit spielte er Violine, bevor er siebenjährig (siehe Foto rechts unten) zur Gitarre wechselte. 1989 trat er in John Jeremys Dokumentarfilm Django's Legacy mit dem Trio "Gypsy Kids" auf.
    jimmy1

    Jimmy Rosenberg hat bisher leider eine recht tragische Karriere, denn er ist fast so etwas wie "das schwarze Schaf" seiner Familie.
    Leider sehr früh in jungen Jahren mit Drogen in Kontakt gekommen musste er zwischenzeitlich einige Zeit im Gefängnis wegen Drogenbesitzes verbringen. Dies war seiner so hoffnungsvollen jungen Karriere sicher nicht förderlich.

    JimmyRosenberg02Obwohl mit dem gleichen grossen Talent und Virtuosität seiner Musikerfamilie ausgestattet war seine Karriere deshalb lang unterbrochen.
    Ob er sich wieder fängt und seine früh begonnene Karriere wieder aufnehmen und an alte Erfolge anknüpfen kann ist zumindest offen.

    Dennoch bleibt er ein sehr grosses Talent und hat wenn er spielt eine sehr grosse Virtuosität, Sensibilität und eine sehr kraftvolle Art zu spielen.

    Jimmy Rosenberg wurde u.a. bekannt durch seine genialen Aufnahmen mit dem "Hot Club de Norway" und Andreas Oeberg.

    Aber auch mit vielen anderen Grössen der Jazzszene hat Jimmy Rosenberg bereits gespielt, darunter Romane, Stochelo Rosenberg, Tschavolo Schmitt,  Bireli Lagrene, Stéphane Grappelli, James Brown, Les Paul, Biréli Lagrène, Willy Nelson, Angelo Debarre, Philip Catherine, Eric Clapton uvam.

    Wir wünschen Jimmy dass er in Zukunft einen besseren Weg einschlagen wird und seine Karriere wieder in Angriff nehmen kann.


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  • JM-Greats - Jimmy Rosenberg

    jimmy"Jimmy" Rosenberg, born as Joseph Rosenberg, on April 10th 1980 in Helmond/Netherlands, is a famous Sinti-Jazzgitarrist.

    Born into the famous family of the Rosenbergs Sinti-Family, Jimmy is the son of Engelina (Papi) Weisz and Franco (Macky) Rosenberg, and thus a cousin of Nonnie, Nous'che and Stochelo Rosenberg, the members of the famous "Rosenberg Trio".
    In his early childhood he used to play the violin, before he changed over to guitar at the age of 7 (see photo right below). In 1989 he apperared in John Jeremys documentary about Django's Legacy with the Trio "Gypsy Kids".

    jimmy1
    Until today Jimmy Rosenberg has had a pretty tragic career, becoming something like the "black sheep" in his family.
    In contact with drugs at early age, he had to spent times in jail in between cause of drugabuse. Regrettably that wasnt really helpful for his young career at all.

    JimmyRosenberg02Even gifted with the same great talent and virtuosity as his other musical family-member, his career has been abrupted and stopped in between. If he is able to fully recover and get back to his old strength is regrettably still open.
    Nevertheless he was and still is a great talent of this musicscene that plays with great strength and virtuosity as well as sensitivity.

    Jimmy Rosenberg has become known by his collaboration with the  "Hot Club de Norway" and Andreas Oeberg making wonderful recordings with them.

    But he also worked and played a lot with other famous names in the Jazzscene amongst them Romane, Stochelo Rosenberg, Tschavolo Schmitt,  Bireli Lagrene, Stéphane Grappelli, James Brown, Les Paul, Biréli Lagrène, Willy Nelson, Angelo Debarre, Philip Catherine, Eric Clapton amm.

    We hope that Jimmy is able to get back on track and recovering healthwise as well as musical, beeing back on the scene to take back the success of his career that he deserves...


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  • JM-Greats - Lollo Meier

    lollomeier2Lollo Meier, aufgewachsen von klein auf mit Gypsyswing, ist er ein Guitarmaster, Komponist, Bandleader und Arrangeur in einer Person.

    Lollo stammt aus einer holländischen Elite-Familie von Gypsyjazz-Musikern und seine Cousins sind der grossartige Fapy Lafertin und Stochelo Rosenberg. Bekannt wurde Lollo speziell durch die jahrelange Zusammenarbeit mit seinem Cousin Fapy Lafertin.

    Sein Ziel ist es die Musik von Django weiter leben zu lassen, mit traditioneller Technik, melodiös, sehr lyrisch, sensitiv und voller Freude.

    lollomeierLollos Meier´s vielfältige und zahlreiche Kompositionen haben eine erfrischenden, autenthischen "Django" Charakter, gespielt mit aussergwöhnlichem Talent, einzigartigem Stil und erstaunlicher Lässigkeit welches die Musik wieder spiegelt die er liebt.

    "Lollo-Meier-Quartett" wird weltweit gebucht auf privaten Konzerten und bekannten Jazzfestivals, bekannt dafür auch unbekanntere Django-Titel und eigene Kompositionen darzubieten.

    Lollo ist ein stilvoller Mann mit Stolz und Humor. Mit seinem gefühlvollen und melodischen Spiel interpretiert und berührt er das Publikum mit Django’s Musik als wäre sie so frisch wie vor 80 Jahren.

    Abgesehen von seinen vielen LIVE-Auftritten verbringt er viel Zeit mit Masterclasses um die Kunst des Spiels an andere Interessierte in Djangos´s Spirit weiter zu geben. (Quelle: http://www.lollomeier.nl)


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